14.07.2018, 10:44 Uhr

Ausstellung im Landratsamt 14/18 – Mitten in Europa

Maximilian Fügen (Schul- und Bildungsreferent im Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V., Landesverband Bayern) und Landrat Erwin Schneider. (Foto: Landratsamt Altötting)Maximilian Fügen (Schul- und Bildungsreferent im Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V., Landesverband Bayern) und Landrat Erwin Schneider. (Foto: Landratsamt Altötting)

Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge stellt bis 20. Juli im Landratsamt Altötting aus

ALTÖTTING. Heuer jährt sich zum 100. Mal das Ende des Ersten Weltkrieges. Vor diesem Hintergrund hat der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. eine Ausstellung zusammengestellt: Hintergründe des Krieges werden dargelegt ebenso wie das namenlose Leid, das er über die Völker Europas gebracht hat. Zugleich werden die nachhaltigen, bis heute wirksamen Folgen dieser „Ur-Katastrophe des 20. Jahrhunderts“ aufgezeigt.

Die Ausstellung „14/18 - Mitten in Europa“ versucht, den politischen Weg in den Krieg, die wesentlichen militärischen Ereignisse und das Schicksal der Soldaten und der Bevölkerung an der sogenannten Heimatfront darzustellen. Dabei liegt der Schwerpunkt nicht, wie oft üblich, ausschließlich auf der Westfront, sondern es wird versucht, eine gesamteuropäische Sicht einschließlich Ost- und Südosteuropas und der Ereignisse im Nahen Osten einzunehmen. Auch schwierige Themen wie der Genozid an den Armeniern werden nicht ausgeklammert.

Ganz wesentlich zum Verständnis der europäischen Politik der letzten hundert Jahre gehört die Frage nach der Kriegsschuld sowie deren Auswirkungen auf die Eskalation der Gewalt im Zweiten Weltkrieg und auf den sich anschließenden Kalten Krieg nach 1945.

Landrat Erwin Schneider: „Bis heute sind die Folgen des vier Jahre andauernden Krieges immer wieder spürbar: Konflikte im Nahen Osten, der Türkei, aber auch auf dem Balkan, sind ohne den Einblick in die Zusammenhänge und die Ergebnisse des Ersten Weltkrieges nicht zu verstehen.“ Der Volksbund als eine der ältesten gemeinnützigen Bürgerinitiativen - im nächsten Jahr begeht er sein 100-jähriges Bestehen - hat sich Friedensarbeit auf die Fahnen geschrieben: Einerseits die klassische Kriegsgräberfürsorge: Jährlich sucht und birgt der Volksbund auch weiterhin ca. 30.000 Tote und Vermisste der beiden Weltkriege, bettet diese auf seine Kriegsgräberstätten um und gibt ihnen damit einen würdigen Platz. Der Volksbund informiert und betreut die Angehörigen der Gefallenen und zeichnet für die Pflege seiner 832 Kriegsgräberstätten mit ca. 2,7 Millionen Kriegstoten in 46 Ländern auf der ganzen Welt verantwortlich.

Die Ausstellung wendet sich an alle interessierten Bürger, besonders aber an Schüler und junge Leute. Sie ist bis 20. Juli im Landratsamt Altötting zu sehen. Schulen und Bildungsinstitutionen finden weiteres Material zur Ausstellung unter dem folgenden Link: http://www.volksbund.de/mediathek/mediathek-detail/bildungspaket-erster-weltkrieg.html


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