22.03.2018, 12:48 Uhr

Jugend forscht Bayern Neuöttinger holt den 1. Platz in Mathe

(Foto: Steffen Wirtgen/Wacker Chemie)(Foto: Steffen Wirtgen/Wacker Chemie)

Der Jungforscher wird Bayern beim Bundeswettbewerb vom 24. bis 27. Mai in Darmstadt vertreten

MÜNCHEN/NEUÖTTING. Vier Tage lang präsentierten in München 79 Jugendliche aus ganz Bayern beim Landeswettbewerb Jugend forscht ihre naturwissenschaftlich-technischen Projekte einer Fachjury und der Öffentlichkeit. Die elf besten Arbeiten wurden am Donnerstag, 22. März, bei einem Festakt in der Alten Kongresshalle ausgezeichnet. Die 14 prämierten Jungforscher werden Bayern beim Bundeswettbewerb vom 24. bis 27. Mai in Darmstadt vertreten.

Fionn Langhans (18) aus Neuötting hat auf dem Gebiet Mathematik/Informatik den ersten Platz geholt. Sein Thema war „Feder – Eine Programmiersprache“. Fionn besucht das König-Karlmann-Gymnasium Altötting.

Nach monatelanger Vorbereitung präsentierten die Gewinner der elf bayerischen Regionalwettbewerbe ihre Arbeiten im Verkehrszentrum des Deutschen Museums. Das Themenspektrum reichte von Analyseverfahren zur Borkenkäferprävention bis zur Suche nach schweren Neutrinos in Kaonzerfällen. Besonders beeindruckt zeigte sich die 30-köpfige Jury von der motivierenden Atmosphäre des Wettbewerbs: „Neben dem fachlichen Input ist es das ‚Jufo-Fieber‘, das den Wettbewerb ausmacht“, so Dr. Monika Christl, Leiterin des Landeswettbewerbs. „Die Jugendlichen stecken sich mit ihrer Begeisterung gegenseitig an. Hier treffen sie Gleichgesinnte, knüpfen ein Netzwerk und erfahren Wertschätzung. Das motiviert sie unglaublich, weiterzumachen.“

Beim diesjährigen Festakt in der Alten Kongresshalle zeichneten Auguste Willems (Mitglied des Vorstands der Wacker Chemie AG), Prof. Dr. Wolfgang Heckl (Generaldirektor des Deutschen Museums) und Delia Tietge (Stiftung Jugend forscht) elf Forschungsarbeiten in sieben Kategorien aus. „Die Arbeiten der Gewinner zeigen, dass sich Jugendliche für Naturwissenschaften begeistern, dass sie technik- und IT-versiert sind. Das stimmt mich zuversichtlich für die Digitalisierung, die in allen Branchen an Tempo aufnimmt“, so Auguste Willems. „Wacker fördert Jugend forscht seit vielen Jahren. Wir tun das mit voller Überzeugung, weil wir sehen, dass der Wettbewerb den Teilnehmern einen großen Entwicklungsimpuls gibt.“

Der Wettbewerb Jugend forscht ist der größte europäische Jugendwettbewerb für Naturwissenschaften und Technik, der besondere Leistungen und Begabungen in diesen Bereichen fördert. Im Jahr 2018 findet der 1965 vom damaligen Stern-Chefredakteur Henri Nannen initiierte Wettbewerb zum 53. Mal statt. Veranstalter des jährlichen Wettbewerbs ist die Stiftung Jugend forscht e.V. Die Ausrichtung der Regional- und Landeswettbewerbe sowie des Bundeswettbewerbs erfolgt zusammen mit Patenunternehmen. Wacker ist seit 1998 Patenunternehmen des Landeswettbewerbs Jugend forscht Bayern und richtet den Wettbewerb alle zwei Jahre in München in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Museum aus.

Fionns Projekt:

Das Ziel des Projekts ist es, eine einfache, kompilierbare Programmiersprache zu definieren, die einige Aufgaben auf dem Computer erledigen kann, wie herkömmliche Sprachen, so wie z.B. C, C++ oder Java, es auch machen.

Die Programmiersprache soll nicht nur kompilierbar sein, sondern auch möglichst wenig Laufzeitressourcen verbrauchen. Zudem sollte die definierte Syntax es erlauben, die Größe des Quelltextes von Programmen möglichst kurz zu halten.

C Quelltext soll auch einfach implementiert werden können, um verschiedene Bibliotheken, die in C geschrieben wurden, in Feder benutzen zu können. Außerdem sollte ein Benutzer dieser Sprache auch eigene „Basisbibliotheken“ erstellen können (man kann in Feder Grundtypen wie int oder double selbst erstellen).

Darüber hinaus soll die Sprache einsteigerfreundlich sein. Zum Ausprobieren der Programmiersprache wurde ein Compiler entwickelt, damit Feder in eine maschinennähere Sprache übersetzt (C) und somit auf üblichen Betriebssystemen (z.B. Linux, BSD, Windows) ausgeführt werden kann.

Auch wurden Bibliotheken in Feder geschrieben, damit Typen, wie z.B. (u)int(16|32|64), double oder String, verwendet werden können oder Interaktionen mit Input/Output gemacht werden können (Dateisystem, I/O im Terminal).

Auch wurden für den Konsoleneditor „vim“ und das GUI Programm „gedit“ Skripte geschrieben, damit spezielle Schlüsselwörter oder Ausdrücke markiert werden, weil man somit mehr Übersicht über Feder-Quelltext hat. Das komplette Projekt befindet sich auf GitHub: https://github.com/codefionn/feder


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