OneSolar plant 180 und 200 Meter hohe Windkraftanlagen

Zwei Windräder stehen bald bei Pfettrach im Wald

08.07.2017 | Stand 06.01.2021, 20:25 Uhr
Tobias Grießer
−Foto: n/a

In Pfettrach bei Altdorf werden schon bald zwei Windräder gebaut. Investor OneSolar hat die Genehmigung seitens des Landratsamtes erhalten, und auch der Altdorfer Marktgemeinderat hat das Projekt durchgewunken.

ALTDORF Schon im kommenden Frühjahr könnte mit den weiteren Planungen und dem Bau der Windenergie-Anlagen mit Gesamthöhen von 200 und 180 Metern begonnen werden.

OneSolar-Geschäftsleiter Johannes Hinz zum Wochenblatt: „Die Windräder werden im Zeitraum 2015 und 2016 realisiert. Wir versorgen damit mehr als 3.000 Haushalte mit erneuerbarer Energie.“ Die Umsetzung des Großprojekts solle über ein Bürgerbeteiligungsmodell erfolgen. Hinz weiter: „Beteiligungen sind ab 500 Euro.“ OneSolar werde allerdings rechtzeitig eine Informationsveranstaltung zum Projekt durchführen. Darüber hinaus könnten sich Interessierte beim Newsletter anmelden und so auf dem Laufenden bleiben.

Die beiden Anlagen werden in einem Waldgebiet nahe Heindlfeld errichtet werden. Da sich die Planungen laut Johannes Hinz über mehrere Jahre hingezogen haben und bereits aus dem Jahr 2011 stammen, kommt bei diesem Projekt die sogenannte „10H-Regelung“ nicht zum Tragen. Neuere Projekte in Bayern müssen nämlich zehnmal so weit von Wohngebieten entfernt sein, wie sie hoch sind. In Pfettrach wären dies 2.000 bzw 1.800 Meter.

Altdorfs Bürgermeister Helmut Maier hält das Projekt wie auch die Windenergie im Allgemeinen für äußerst positiv. „Jeder redet von der Energiewende. Aber nur mit Photovoltaik werden wir den Strom nicht herbringen. Deshalb sollten wir auch Windräder realisieren.“ Allerdings dürfe man hier die Bürger nicht vergessen. Maier: „Es muss für die Bürger verträglich sein.“

Die Planungs- und Genehmigungsunterlagen liegen übrigens noch bis zum Freitag, 5. Dezember, im Landratsamt Landshut, Bauamt, Zimmer 329, zur Einsicht aus. Danach beginnt die einmonatige Klagefrist, die bis zum 5. Januar kommenden Jahres läuft.

Landshut