Neuer Bürgermeister

„Kurzum – in Aiterhofen lässt es sich gut leben und arbeiten“

04.08.2020 | Stand 10.01.2021, 21:54 Uhr
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Die Kommunalwahl am 15. März war für die Wählerinnen und Wähler in Aiterhofen relativ einfach – für das Bürgermeisteramt gab es nämlich nur einen Kandidaten: Adalbert Hösl von der CSU, 47 Jahre, alt, verheiratet, zwei Kinder. Er warb um das Vertrauen der Wählerinnen und Wähler – 93,13 Prozent schenkten es ihm.

Aiterhofen. Wenn man ohne Gegenkandidaten antritt, dann ist ein Wahlsieg eigentlich sicher. Aber freut man sich dann auch, wenn man gewählt worden ist? „Natürlich habe ich mich auch als einziger Kandidat über das großartige Vertrauen gefreut, das die Bürgerinnen und Bürger mit diesem Wahlergebnis zum Ausdruck gebracht haben“, sagt Hösl. „Mein Auftrag ist es nun umso mehr, diese ,Vorschusslorbeeren‘ zu rechtfertigen. Diesen Auftrag bestmöglich zu erfüllen ist nun – in enger Zusammenarbeit mit Gemeinderat, Verwaltung und Bauhof – meine Herausforderung und mein ganz besonderes Anliegen.“

Hösl will Lösungen für die Probleme finden, er übernehme dabei gerne Verantwortung, er wolle sich die Meinungen anhören und „Vorschläge – soweit möglich und sinnvoll – einbinden“. Dabei will er sich voll und ganz für seine Heimat, die Gemeinde Aiterhofen, einsetzen: „Die Gemeinde Aiterhofen mit allen Ortsteilen hat eine mehr als 7.000-jährige Siedlungsgeschichte und präsentiert sich heute als moderner, attraktiver und familienfreundlicher Lebens- und Wirtschaftsraum mit hoher Lebensqualität, verkehrsgünstiger Lage und nachhaltigen Entwicklungsmöglichkeiten“, schildert Hösl. „Kurzum – in Aiterhofen lässt es sich gut leben und arbeiten. Der ländliche Charakter unserer Gemeinde und das gute gesellschaftliche Miteinander sind für mich ganz wichtig.“

Gutes Miteinander zeige sich in Aiterhofen auch durch ein reges Vereinsleben – über 40 Vereine engagieren sich hier. „Dies ist ein wichtiges Fundament für das gute gesellschaftliche Miteinander. In den Bereichen Sport, Kultur, Jugendarbeit, aber auch besonders durch den uneigennützigen Dienst am Nächsten durch die Hilfsorganisationen – Feuerwehr und BRK – wird hier großartiges ehrenamtliches Engagement geleistet. Auch die Integration von Neubürgern gelingt durch die Vereine besonders gut. Die Förderung und Unterstützung dieser Aktivitäten, besonders auch der Jugend- und Nachwuchsarbeit ist uns ein großes Anliegen.“ Zu tun gibt es jede Menge in den kommenden sechs Jahren, die Arbeit wird dem Bürgermeister und dem Gemeinderat nicht ausgehen. Die Kindertagesstätte „Maria Schutz“ wird aktuell saniert und umgebaut, für 2021 stehen die Generalsanierung und die Erweiterung der Herzog-Tassilo-Grundschule an. „Ein Kostenvolumen von rund zehn Millionen Euro ist hier veranschlagt. Auch die Beteiligung an Maßnahmen zum Hochwasserschutz entlang Donau und Aiterach wird zu den größeren finanziellen Belastungen gehören. Da es sich bei diesen Projekten aber um Investitionen zum einen für unsere Kinder und damit unsere Zukunft, zum anderen für den Schutz von Leben und Eigentum unserer Bürger handelt, besteht in diesen Bereichen absolute Priorität“, bekräftigt Hösl. „Daneben bestehen wichtige Ziele für die Zukunft im weiteren Breitbandausbau sowie in der Digitalisierung in den Bereichen Bildung und Verwaltung. Darüber hinaus gibt es auch viele weitere Ideen, die ich zusammen mit Gemeinderat, Verwaltung und vor allem den Bürgerinnen und Bürgern angehen möchte.“

Wie schon geschildert, sind Projekte für die Zukunft der Kinder besonders wichtig: „Dieses Thema war in unserer Gemeinde schon immer ein besonders wichtiges. Gerade in diesem Bereich sind für die nächsten Jahre sehr hohe Investitionen geplant.“ Die Bauarbeiten im laufenden Betrieb der Kindertagesstätte „Maria Schutz“ – „auch zusammen mit den Einschränkungen und Regelungen, die sich aus der Corona-Situation ergeben, stellen Personal, Eltern, Verwaltung, insbesondere aber die Kinder fast täglich vor immer neue Herausforderungen. Aber im Hinblick darauf, dass durch diese Maßnahmen bestmögliche räumliche Grundlagen für eine moderne und zukunftsfähige Betreuung und Bildung unserer Kinder geschaffen werden, sind die derzeitigen Mühen unbedingt notwendig“, so Hösl weiter.

Die finanzielle Frage wegen der Corona-Pandemie wird sich auch in Aiterhofen stellen. „Nachdem die Gemeinde aufgrund der Steuerkraft aber nach wie vor zu den sehr leistungsfähigen Kommunen in der Region zählt und in den vergangenen Jahren großes Augenmerk auf Investitionen in die Erhaltung und den Ausbau einer leistungsfähigen Infrastruktur gelegt wurde, können wir auf einer soliden Basis aufbauen und positiv in die Zukunft blicken“, sagt Hösl – und schränkt ein: „Die Folgen des Lockdowns aufgrund der Corona-Pandemie bleiben dabei abzuwarten.“ Darauf müsse man sich einstellen, „wie gravierend die Zahlen sein werden, wird sich konkret erst im Laufe der nächsten Zeit zeigen“.

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