Eick is back

Künstlerfest-Premiere am Bichl

07.07.2017 | Stand 04.01.2021, 20:06 Uhr
Gina Parchatka

„Der König von Deutschland”: Satire, magischer Realismus & modernes Märchen

BURGHAUSEN BURGHAUSEN: Mario Eick, der am 1. April an den Uckermärkischen Bühnen in Schwedt seine Arbeit als Schauspieldirektor aufgenommen hatte, kehrt nun zurück zu den Wurzeln seiner Theaterarbeit in Bayern. Initiiert vom Burghauser Bürgermeister Hans Steindl, mit dem Eick eine jahrelange Zusammenarbeit verbindet, richtet er gemeinsam mit seinen Weggefährten aus den Anfangszeiten des „Cabaret des Grauens“ dem „Theaterhof Priessenthal“ und ehemaligen Mitgliedern seines Ensembles vom „Theater an der Rott“ im Herzen der Burghauser Altstadt ein Künstlerfest aus. Mit von der Partie sind unter anderem Boris Schumm, Erich Maier, Oliver Vilzmann, Monika Kroymann und Christopher Luber.

In der Ausstattung von der Kostüm- und Bühnenbildnerin Simone Sommer wird der „Bichl“ zum Spielplatz für ein Happening, das sich der kämpferischen Tradition des 1. Mai auf künstlerische Weise nähert. Als musikalische Attraktion tritt die österreichische Band „The Merry Poppins“ auf, die den Rahmen des Künstlerfestes setzt, das in den Grüben und am Bichl zu einem „Bohemian Carnival“ für Anwohner und Gäste wird. Im Zentrum des Künstlerfestes steht die Präsentation der TV- und Theater-Politsatire „König von Deutschland“.

Bei „König von Deutschland“ handelt es sich um eine Satireserie, die Mario Eick für die Uckermärkischen Bühnen Schwedt vorbereitet und hier in Anwesenheit des Schwedter Intendanten Reinhard Simon als szenische Lesung präsentiert. Dieses Projekt ist als Politsatire sowohl für das Fernsehen, als auch das Theater gedacht. Basierend auf der Idee der Fernsehserie „Ein Herz und eine Seele“ von Wolfgang Menge wird eine Fortsetzungsgeschichte um den misanthropisch veranlagten Familienvorstand Erich Pisakowski erzählt, die im ostdeutschen Kleinbürgermilieu einer Chemiestadt angesiedelt ist und sich im Stil alter Vaudeville-Schmieren mit den aktuellen gesellschaftlichen Ereignissen in grotesker Übertreibung auseinandersetzt.

Nachdem Erich Pisakowski von seinem Arzt erfährt, dass er nur noch sechs Wochen zu Leben hat, ist er nur noch von einem Wunsch beseelt: Er möchte in der geweihten Erde seiner über alles geliebten DDR begraben werden. Mit Hilfe von Stasiheinz, seinem Nachbarn, werden die absurdesten Versuche unternommen, die Regierung der Bundesrepublik zu zwingen, die Wiedervereinigung rückgängig zu machen. Dabei kommt es zu unglaublichen Verwicklungen im familiären Zusammenleben, aber auch auf höchster diplomatischer Ebene. „König von Deutschland“ ist Satire, magischer Realismus und ein modernes Märchen in einem.

Das Fest beginnt am Mittwoch, 1. Mai, um 17 Uhr und endet mit dem musikalischen Kehraus um 22.30 Uhr.

Altötting