„Bunter Kreis“ nimmt Arbeit auf

Kreiskliniken bieten Nachsorge im Kinderzimmer an

26.02.2019 | Stand 10.01.2021, 11:53 Uhr
Mike Schmitzer
−Foto: Foto: schmitzer

Für Familien mit Frühchen, kranken Neugeborenen oder chronisch kranken Kindern gibt es ein neues Nachsorgeangebot

ALTÖTTING. So lange ihr „Frühchen“ in der Kreisklinik stationär betreut wurde, fühlten sich die Eltern sicher und behütet. Dieses Gefühl der Sicherheit ist nach der Entlassung schlagartig verschwunden. Viele Eltern von Frühgeborenen oder schwerkranken Kindern sind mit der Situation zunächst überfordert und fühlen sich allein gelassen. Dies bringt für die Familien oft erhebliche seelische, körperliche und soziale Belastungen mit sich. Genau hier setzt der „Bunte Kreis“ an. Der gemeinnützige Verein hat sich eine flächendeckende Nachsorge für Familien mit kranken Neugeborenen oder chronisch kranken Kindern zum Ziel gesetzt. Die Kompetenz der Eltern soll gestärkt und der Behandlungserfolg zuhause gesichert werden. Seit wenigen Tagen gibt es dieses Angebot nun auch in der Kreisklinik Altötting. Drei speziell ausgebildete Krankenschwestern stehen ab sofort bereit, den Eltern in Zusammenarbeit mit den niedergelassenen Kinderärzten den Übergang von der Klinik ins Kinderzimmer zu erleichtern.

Anlässlich der Vorstellung des Projekts „Bunter Kreis“ hatte Melanie Burgstaller, Stationssekretärin der Kinderstation Altötting (links), eine Torte gebacken. (Foto: Mike Schmitzer
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Der Chefarzt der Kinderklinik Altötting, Dr. Stefan Vlaho, bezeichnete das neue Angebot als eine „ganz tolle Sache“. Viele medizinische Abteilungen würden hier zum Wohl des Kindes und der Eltern Hand in Hand arbeiten, so Dr. Vlaho. Mit im „Boot“ sei unter anderem auch die Geburtshilfe unter Leitung von Dr. Peer Hantschmann. Dr. Monika Lieb, medizinischer Vorstand der Kreiskliniken Altötting-Burghausen, versprach alles in ihrer Macht zu tun, um dieses wunderbare Projekt, das eine bayerische Innovation sei, zu unterstützen. „Die Arbeit begeistert mich jetzt schon“, so Dr. Lieb.

Zur offiziellen Vorstellung des neuen Angebots waren zahlreiche Unterstützer des Projekts gekommen, darunter auch Dr. Andreas Podeswik, der 1. Vorstand des Bundesverbands „Bunter Kreis e. V.“ und Vorstand Elisabeth Ulmer von den Kliniken Südostbayern AG. Am Klinikum Traunstein läuft das Nachsorgeprojekt seit vielen Jahren sehr erfolgreich und die beiden Vorstände Dr. Monika Lieb und Elisabeth Ulmer wollen zusammenarbeiten, um das Projekt in Altötting zu einem ebenso großen Erfolg zu machen.

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