Am Flughafen

International gesuchter Gewaltverbrecher gefasst

25.06.2018 | Stand 09.01.2021, 13:22 Uhr
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−Foto: n/a

Der Vorwurf der österreichischen Strafverfolger wiegt schwer: Schwere Nötigung, schwere Körperverletzung, Freiheitsentziehung und Verstöße gegen das Waffengesetz.

FLUGHAFEN Nachdem sie ihren Landsmann in der Türkei vermuteten, hatten die österreichischen Behörden mit europäischem Haftbefehl nach dem gebürtigen Türken suchen lassen. Bundespolizisten haben den 28-Jährigen daraufhin am Samstagmittag (23. Juni) im Terminal 1 bei seiner Ankunft aus seinem Geburtsland verhaftet.

Die Tinte auf dem Festnahmeersuchen aus der Alpenrepublik war noch nicht einmal ganz trocken. Die dortige Justiz stellte den Haftbefehl erst vor ein paar Tagen online.

Der Österreicher war Bundespolizisten bei der Einreisekontrolle des Fluges aus Antalya ins Netz gegangen. Bei der Überprüfung des jungen Mannes entdeckten die deutschen Beamten den europäischen Haftbefehl der Strafverfolgungsbehörden aus der benachbarten Alpenrepublik.

Die dortigen Behörden werfen dem 28-Jährigen schwerste Straftaten vor. Er soll seine Opfer unter Vorhalten verschiedenster Waffen mehrfach mit dem Tode bedroht haben. Einem Opfer soll er durch Schläge mit einer Hiebwaffe erhebliche Verletzungen im Gesicht, unter anderem Knochenbrüche, zugefügt haben. Ein anderes Opfer soll er seiner Freiheit beraubt haben. Zudem werfen die österreichischen Behörden ihm unerlaubten Waffenbesitz vor. Gleich nach den Taten, noch bevor die Polizei seiner habhaft werden konnte, war der Verdächtige vor etwa zwei Wochen wohl von der Bildfläche verschwunden. Die Behörden im oberösterreichischen Wels hatten den Untergetauchten in seinem Geburtsland vermutet und deshalb bereits wenige Tage später mit europäischem Haftbefehl nach ihm gefahndet.

Bundespolizisten am Münchner Flughafen vollstreckten den fast noch druckfrischen Haftbefehl am Samstagmittag und nahmen den Gesuchten fest. Tags darauf führten die Beamten den Festgenommenen dem Bereitschaftsrichter in Landshut vor und lieferten auf dessen Geheiß den gebürtigen Türken anschließend in die Justizvollzugsanstalt der niederbayerischen Bezirkshauptstadt ein. Dort muss der Österreicher nun das vom Generalstaatsanwalt in München betriebene Auslieferungsverfahren abwarten.

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