Serie „Lena Lorenz“

Hauptdarstellerin Judith erlebt ein „wahres Wunder“

13.09.2018 | Stand 09.01.2021, 2:14 Uhr
Michael Kolpe
−Foto: n/a

Judith Hoersch (37) über ihre neue Rolle in der ZDF-Serie, Kinder und die Verbundenheit zu Berchtesgaden.

MARKTSCHELLENBERG. Seit Donnerstag ist er wieder geöffnet: der Mesnerwirt in Ettenberg, hoch über Marktschellenberg. Untätig waren die Wirtsleit‘ Karl-Heinz „Charlie“ und Anneliese Weinmann trotz der „Schließung“ in den letzten Wochen und Monaten mitnichten. Die Beiden freuten sich, auch heuer wieder die Schauspieler und das gesamte Team der erfolgreichen ZDF-Serie „Lena Lorenz“, die über fünf Millionen Zuschauer allein in Deutschland zählt, begrüßen zu dürfen. Der Mesnerwirt ist einer der Hauptdrehorte des beliebten Heimatfilms.

„Sie sind uns alle sehr ans Herz gewachsen, so „Charlie“ Weinmann. Eine „Neue“ war bei den Dreharbeiten, zweimal 41 Tage für vier neue Folgen, dabei. Und ausgerechnet die Hauptdarstellerin: Nachdem Patricia Aulitzky 14 Folgen die Hebamme „Lena Lorenz“ spielte, erklärte sie überraschend aus „privaten Gründen“, (sie wollte eine neue Herausforderung und dreht derzeit in Spanien für die ZDF-Reihe „Ein Sommer in Salamanca“, Anm. d. Red.), ihren Serienausstieg. Die letzten vier Folgen zeigt das ZDF ab Donnerstag, 4. Oktober. Die Nachfolgerin Judith Hoersch (37), gebürtige Kölnerin und Wahl-Berlinerin, erfuhr von dem Angebot, die Rolle der Lena Lorenz zu übernehmen, bei einem Aufenthalt in Kambodscha, wie sie dem Chiemgau/BGL Wochenblatt verriet.

In Kambodscha vom Serienangebot erfahren

Judith Hoersch verdankt ihre Bekanntheit unter anderem Fernsehfilmen und -serien wie „Tatort Kiel“, „Der Kriminalist“, „Der Lehrer“, „In aller Freundschaft“ oder aber dem „Traumschiff“. Neben dem Schauspiel ist das Theater die zweite Heimat der 37-Jährigen. So spielt sie unter anderem im Stück „Wer hat Angst vor Virginia Wolfe?“ mit.

„Mein Anspruch ist es, nicht die Rolle einfach nachzuspielen, sondern einen eigenen Zugang zu finden“, so die sympathische Kölnerin, die das erste Mal im Berchtesgadener Land ist und sich wegen der Natur aber auch der Menschen in unsere Region verliebt hat. Apropos Liebe: Liiert ist Judith mit einem österreichischen Kameramann, in den sie sich bei einem Filmfestival im Kino – er saß neben ihr – Hals über Kopf verliebt hat. Der Film hieß passenderweise „Die Liebhaberin“. Eigenen Nachwuchs plant die 37-Jährige übrigens noch nicht. „Ich kann mir aber gut vorstellen, Kinder zu haben““, so die neue „Lena Lorenz“.

Ob dabei ein Aufenthalt in Bad Reichenhall eine Rolle gespielt hat? In Vorbereitung auf ihre Hebammen-Rolle absolvierte Judith ein Praktikum an der Kinderklinik in der Großen Kreisstadt und durfte, quasi inkognito, einer Geburtshelferin assistieren.

Vorbereitung auf die Rolle in einer Kinderklinik

„Dem beizuwohnen war für mich ein echtes Wunder. Eine so erfahrene Hebamme zu unterstützen hat mich nicht nur für die Dreharbeiten, sondern auch menschlich weitergebracht“, so die Erfolgsschauspielerin.

Das Schönste: Die Mutter des neugeborenen Mädchens beglückwünschte Judith Hoersch zu ihrem Entschluss, Hebamme zu werden. Sie konnte ja nicht wissen, dass Judith die Rolle in „Lena Lorenz spielt“.

Die gerade abgedrehten „Lena-Lorenz“-Folgen werden voraussichtlich im Frühjahr, spätestens aber im Herbst 2019 ausgestrahlt.

Berchtesgadener Land