Judenvertreibung im Mittelalter

Gedenkstein mit Tafel erinnert an eine finstere Zeit in Landshut

01.04.2019 | Stand 10.01.2021, 15:16 Uhr
Alexander Schmid
−Foto: n/a

Mit einem Festakt wurde am Samstagmittag auf dem Dreifaltigkeitsplatz in Landshut eine Gedenktafel eingeweiht, die an die frühere Landshuter Synagoge und die Vertreibung der Juden aus der Stadt um 1450 erinnern soll.

LANDSHUT Herzog Ludwig, seine Statue befindet sich nur wenige Meter entfernt von der neuen Gedenktafel, hatte die Vertreibung angeordnet und die Synagoge in eine Kirche umgewandelt. Errichtet wurde der Gedenkstein mit Tafel auf einen Antrag aus dem Jahr 2012 des ehemaligen Stadtrates der Grünen, Hermann Metzger. Rund 100 Menschen waren zu der Einweihung des Gedenksteins, der aus dem Bayerischen Wald stammt. mit Tafel gekommen. Die Dreifaltigkeitskirche verschwand dann im Jahr 1810 übrigens ebenfalls. Sie wurde im Zuge der Säkularisation abgetragen. Aus ihren Steinen wurde die Leichenhalle auf dem Hauptfriedhof gebaut. Auf dem Bild zu sehen: Der Leiter des Stadtarchivs, Gerhard Tausche (li.) erläutert die geschichtlichen Hintergründe.Foto: Schmid

Landshut