In der Traun:

Fels klemmte das Bein eines Buben ein

08.07.2017 | Stand 06.01.2021, 4:14 Uhr
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−Foto: Foto: ROHA-Fotothek Fürmann

Gegen bittere Schmerzen und Kälte musste ein 16-jähriger Bub kämpfen. Er wollte auf einen Fels in der Traun klettern, dieser kippte um und klemmte sein Bein ein.

TRAUNREUT Zu einem gefährlichen Zwischenfall kam es am Sonntag Nachmittag in der Traun auf Höhe des Klärwerkes Traunreut. Dort wollte eine Mutter mit ihrem 16-jährigen Sohn gemeinsam einen erholsamen Nachmittag am Fluss verbringen. Der 16-jährige watete im Wasser zu einem Felsbrocken und wollte sich auf diesen setzten.

Als er versuchte auf den Felsen zu klettern, kippte dieser um und begrub den Jungen unter sich. An der Unfallstelle war das Wasser gerade so tief, dass er noch bis zur Brust aus dem Wasser ragte. Jedoch hatte der schwere Felsen das rechte Bein eingeklemmt und er konnte sich nicht selbst befreien.

Auch die Mutter war in dieser Situation hilflos und musste mit ansehen, wie ihr Sohn gegen die Kälte kämpfte und starke Scherzen litt. Da sich zunächst keine anderen Personen vor Ort befanden, rief sie geistesgegenwärtig die Polizei. Gleichzeitig wurde ein Rettungswagen sowie die Feuerwehr zur Unfallstelle entsandt.

Schwierig gestaltete sich jedoch die Suche nach der genauen Örtlichkeit, da die Frau ihren Standort nur näherungsweise beschreiben konnte. Die Rettungskräfte suchten den in Betacht kommenden Bereich gemeinschaftlich ab und konnten den Jungen schließlich auf Höhe des Klärwerkes feststellen.

Schweres Gerät konnte aufgrund der weiteren Verletzungsgefahr und des kiesigen Grundes nicht eingesetzt werden. So wurde der Felsen mit vereinten Kräften der Helfer angehoben so dass der Verletzte auf eine Trage gezogen werden konnte. Der stark unterkühlte Jungendliche wurde mit einer Beinfraktur umgehend ins Klinikum Traunstein verbracht.

Die unter Schock stehende Mutter begleitete ihn. Der Familienhund, der die Rettungsaktion aufgeregt begleitet hatte, wurde durch die Polizeistreife Traunreut in Obhut genommen und verbrachte die Wartezeit unter liebevoller Betreuung auf der Dienststelle.

Berchtesgadener Land