Baustelle

Drei Spatenstiche in der Oberpfalz – 40 Millionen Euro für eine verbesserte Infrastruktur

14.08.2018 | Stand 09.01.2021, 19:47 Uhr
Bayer. Bauministerium/Pressemitteilung
−Foto: n/a

Bund und Freistaat investieren in die Infrastruktur der Oberpfalz: Drei Baumaßnahmen in den Landkreisen Tirschenreuth und Schwandorf sollen die Verkehrssicherheit erhöhen und die Region besser anbinden

LANDKREIS SCHWANDORF „Das ist ein kräftiger Schub für den Verkehr in der nördlichen Oberpfalz“, sagte Bayerns Verkehrsstaatssekretär Josef Zellmeier. Am Dienstag, 14. August, hat er für alle drei Projekte den feierlichen Spatenstich gesetzt. Damit beginnen nun die Bauarbeiten.

Plößberg

Um Plößberg wird auf Grundlage der Planungen des Staatlichen Bauamts Amberg-Sulzbach eine drei Kilometer lange Ortsumgehung gebaut. Diese soll die enge und unübersichtliche Ortsdurchfahrt vom Verkehr entlasten und die Staatsstraße 2172 als wichtige Ost-West-Achse stärken. Zunächst wird ein Kreisverkehr gebaut, nächstes Jahr folgen dann zwei Brücken im Westen von Plößberg. 2020 soll der Streckenbau vervollständigt werden, außerdem werden naturschutzfachliche Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen umgesetzt, um den Eingriff der Baumaßnahme in den Naturhaushalt bestmöglich auszugleichen. Im Jahr 2021 wollen wir die Ortsumgehung schließlich dem Verkehr übergeben. Der Freistaat investiert hierfür rund neun Millionen Euro.

Hessenreuth

Die Bundesstraße B299 stellt eine wichtige Verkehrsverbindung im nordostbayerischen Raum dar. Die B299 ist im Streckenabschnitt zwischen der A93 und der A6 gut ausgebaut. Nordöstlich von Hessenreuth besteht jedoch eine Ausbaulücke, die durch einen steilen Streckenverlauf sowie sehr enge Kurven und Kuppen geprägt ist. Die Unfallrate auf diesem Streckenabschnitt ist nahezu fünf Mal höher als im bayerischen Durchschnitt. „Durch den geplanten Ausbau der B299 nordöstlich von Hessenreuth steht zukünftig eine von der A93 bis zur A6 durchgehend leistungsfähig ausgebaute und sichere Bundesstraßenverbindung zur Verfügung“, erläuterte Zellmeier. 21 Millionen Euro wird der Bund in den nächsten Jahren in diesen letzten Ausbauabschnitt der B299 investieren. Die Baumaßnahme beginnt mit der Erneuerung der B 299 auf einem etwa zwei Kilometer langen Abschnitt bei Erbendorf, der bis Mitte nächsten Jahres fertiggestellt werden soll. Im Anschluss werden im westlich davon liegenden Teil vier Brückenbauwerke erstellt, darunter auch eine Faunabrücke in Form eines überschütteten Bauwerks. Ab 2020 folgt auf rund drei Kilometern Länge der Straßenbau. Die Gesamtfertigstellung der Maßnahme ist bis Ende 2021 vorgesehen.

Gaisthal

Die Staatsstraße 2159 verläuft von der Bundesstraße 22 über Oberviechtach und Schönsee zur Landesgrenze der Tschechischen Republik bei Schwarzach/Rybník. Der rund 25 Kilometer lange Abschnitt ist weitestgehend gut ausgebaut. Im Talbereich der Ascha östlich von Gaisthal besteht aber auf einer Länge von drei Kilometern eine Ausbaulücke mit engen Kurven und einer geringen Fahrbahnbreite. Die Folgen – vor allem im Winter – sind erhebliche Verkehrsprobleme und mangelnde Verkehrssicherheit. Mit dem Ausbau werden diese Mängel beseitigt und die Anbindung des grenznahen Raumes verbessert. Folgende Bauarbeiten werden mit dem heutigen Spatenstich eingeleitet: der Neubau der Forellenbachbrücke (Kosten circa 600.000 Euro) sowie die Verlegung der Ascha auf einer Länge von rund 200 Metern, um Platz für neuen Trassenverlauf der Staatsstraße 2159 zu schaffen. Anschließend beginnen die Straßenbauarbeiten. Der Abschluss der Gesamtmaßnahme ist für 2022 vorgesehen. Der Freistaat investiert hier neun Millionen Euro.

Schwandorf