Landshuter Unternehmen springt als neuer Hauptsponsor spontan ein

Die Cannibals jubeln: „Hurra, wir sind ebm-papst!"

05.07.2017 | Stand 02.01.2020, 20:40 Uhr
Tobias Grießer
−Foto: Foto: lw

Aufatmen bei den Cannibals: Der Eishockey-Zweitligist konnte nach der Pleite des Hauptsponsors Neuhuber Hoch- und Innenausbau rasch Ersatz präsentieren: ebm-papst wird ab sofort das Trikot der Landshuter Truppe zieren.

LANDSHUT Nach der Schreckensnachricht vergangene Woche, dass Hauptsponsor Neuhuber Hoch- und Innenausbau nicht mehr zahlungsfähig sei (das Wochenblatt berichtete vergangenen Mittwoch exklusiv), können die Verantwortlichen, Spieler und Fans der Landshut Cannibals jetzt wieder aufatmen: Das in der Dreihelmenstadt ansässige Unternehmen ebm-papst springt in die Bresche und baut das bereits bestehende Sponsoring kurzerhand entscheidend aus. Manager Bernd Truntschka freute sich am gestrigen Dienstag: „Ich bin sehr glücklich, dass ebm-papst ab sofort unser Brustsponsor ist – und dies auch kommende Saison bleiben wird. Es gibt doch eigentlich nichts Negatives, was nicht auch etwas Positives mit sich bringt.“

Bereits seit 2005 unterstützt ebm-papst den Eishockey-Zweitligisten – und sagte vergangene Woche zu, dieses Engagement kurzerhand zu vergrößern. Die Trikots werden bereits bedruckt, und am kommenden Wochenende laufen die Cannibals bereits „mit einer neuen Brust“ auf. ebm-papst-Geschäftsführer Stefan Brandl: „Mit unserem finanziellen Engagement wollen wir dafür sorgen, dass in Landshut auch in Zukunft höherklassig Eishockey gespielt wird. Der EVL ist immer noch eines der wichtigsten Aushängeschilder und macht unsere Stadt deutschlandweit bekannt. Uns liegt viel daran, den Sportklub zu unterstützen.“

Kurz vor dem Abschluss befindet sich Truntschka darüber hinaus mit einem weiteren Sponsor, der die Werbung auf den Trikot-Rückseiten buchen will. „Wir sind uns einig. Es fehlt nur noch die Unterschrift, das wird aber in den nächsten Tagen geschehen“, so der Cannibals-Manager. Hierbei soll es sich um ein Unternehmen handeln, dass auch mehrere Fußball-Bundesligisten (u.a. den FC St. Pauli) unterstützt.

„Jetzt sind noch ein paar Banden zu vermarkten. Da muss ich nun Klinken putzen gehen“, so Bernd Truntschka weiter. Darüber hinaus erhoffe man sich noch den einen oder anderen Euro aus der Neuhuber-Insolvenz. „Wir werden weiter rechtliche Schritte verfolgen und sehen, ob hier noch etwas zu holen ist.“

Nach der Deutschland-Cup-Pause am vergangenen Wochenende sind die Cannibals am kommenden Freitag und Sonntag wieder voll gefordert. Der Schwarzwald-Doppelpack beschert der Truppe von Trainer Tobias Abstreiter zunächst ein Auswärtsmatch bei den Freiburger Wölfen (Freitag, 20 Uhr), ehe am Sonntag um 18 Uhr der souveräne Spitzenreiter Schwenningen am Gutenbergweg aufkreuzt.

Mit dabei wird erstmals der tschechische Angreifer Frantisek „Frank“ Mrazek sein, der bereits seit August mit den Cannibals trainiert, aber erst jetzt eine Arbeitserlaubnis erhalten hat. Er soll zusammen mit Markus Hundhammer und Peter Abstreiter eine schlagkräftige zweite Sturmreihe bilden. Truntschka: „Er wird vier Spiele getestet. Gefällt er uns, bekommt er einen Vertrag für den Rest der Saison.“

Das bedeutet aber auch, dass einer der fünf weiteren Ausländer auf die Tribüne muss: Am Freitag wird’s Verteidiger Nicolas Dumoulin treffen. Bereits einen Vertrag unterzeichnen konnte am gestrigen Dienstag Allrounder Christian Retzer, der schon mehrere Wochen „zur Probe“ gespielt hat.

Darüber hinaus steht Bernd Truntschka noch mit einem jungen, vielversprechenden deutschen Stürmer in Kontakt, der gerne nach Landshut kommen will.

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