Lange Deliktliste

Das war kein guter Tag für einen betrunkenen Lkw-Fahrer ...

10.07.2017 | Stand 09.01.2021, 19:45 Uhr
pm / uh
−Foto: n/a

Unglücklich verlaufen ist der Arbeitstag am Mittwoch, 27. Juli, für einen 54-jährigen ungarischen Lkw-Fahrer, der mit seinem 40-Tonner-Sattelzug in der Oberpfalz unterwegs war.

WALDMÜNCHEN Es begann damit, dass er um 13.20 Uhr in der Stadt Rötz im landkreis Cham einen Unfallschaden verursachte und anschließend weiterfuhr. Er hatte mit seinem Lkw mit slowenischer Zulassung die Dachrinne eines Hauses gestreift, wobei rund 400 Euro Schaden entstanden sind. Im Rahmen der sofortigen Fahndung nach dem zunächst unbekannten Unfallverursacher konnte dieser von den benachbarten Kollegen der PI Neunburg vorm Wald angehalten werden.

Bei der weiteren Sachbearbeitung durch die zuständigen Beamten der Polizeistation Waldmünchen ergaben sich neben der Unfallflucht Hinweise auf eine Alkoholisierung des Fahrers. Ein Alkotest ergab dann auch einen Wert deutlich über 1,1 Promille, was eine Blutentnahme zur Folge hatte. Damit aber noch nicht genug. Es wurde weiter festgestellt, dass gegen den Ungarn ein aktueller Haftbefehl der Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth vorlag, wonach eine Strafe von 80 Tagen Haft zu vollstrecken ist, ersatzweise eine Geldstrafe von 3.500 Euro. Der Grund für den Haftbefehl war ebenfalls eine Trunkenheitsfahrt mit fast zwei Promille, auch wieder mit einem Sattelzug, im August des vergangenen Jahres in Schwabach. Damit stand nahe, dass der Kapitän der Landstraße nach dieser damaligen Trunkenheitsfahrt eigentlich keine gültige Fahrerlaubnis haben dürfte und er damit seinen Lkw nicht nur wieder unter Alkoholeinfluss, sondern auch ohne Fahrerlaubnis steuerte. Und tatsächlich war auch sein ungarischer Führerschein zur Beschlagnahme im Fahndungssystem ausgeschrieben.

Der Tag endete also mit einer Fahrt im Streifenwagen nach Regensburg und der Einlieferung in die dortige Justizvollzugsanstalt zur Vollstreckung der Haftstrafe. Die verständigte österreichische Spedition musste einen Ersatzfahrer organisieren und die Polizei ist beschäftigt mit der Erstellung einer neuen Anzeige wegen Straßenverkehrsgefährdung, Unfallflucht, Trunkenheitsfahrt und Fahrens ohne Fahrerlaubnis.

Regensburg