CBD Öl auf Rezept:

Cannabidiol als Arzneimittel ist verschreibungspflichtig

01.02.2021 | Stand 12.02.2021, 22:12 Uhr
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Der Hype um das CBD Öl hat zwar erst vor einiger Zeit begonnen, ist mittlerweile jedoch weitaus mehr als ein bloßer Trend. Das Cannabidiol wird in den verschiedensten Bereichen angewendet, um gesundheitliche Beschwerden zu lindern. CBD existiert bereits in unzähligen Formen: Von Kapseln über Cremes bis hin zu Öl ist alles auf dem freien Markt erhältlich. CBD versetzte Medikamente bleiben jedoch weiterhin verschreibungspflichtig.

Medizinisches Cannabis – Cannabidiol statt Marihuana

Die Hanfpflanze wird im Volksmund mit vielen Namen bedacht, was zu großer Verwirrung führen kann. Vor allem CBD und THC werden häufig miteinander verwechselt. Auch wenn es sich bei beiden Stoffen um Cannabinoide der Hanfpflanze handelt, unterscheiden sie sich dennoch sehr voneinander.

CBD besitzt großes medizinisches Potenzial: Die Wirkstoffe des Hanfextrakts wirken entzündungshemmend und beruhigend. Dadurch bedingt wird CBD zur Heilung von Suchtkrankheiten eingesetzt, leistet Erste Hilfe bei Angststörungen und kann ein effektives Mittel gegen Hauterkrankungen sein.

Der Bruder des medizinischen Wundermittels ist THC. Es zeichnet sich vor allem durch seine berauschende Wirkung aus. Die chemische Verbindung berauscht unsere Sinne und lässt uns mit einem euphorischen Hochgefühl zurück. Die Einnahme von THC ist im Gegensatz zu CBD in Deutschland illegal und der Besitz wird strafrechtlich geahndet.

Wann verschreibt ein Arzt CBD?

Die unglaubliche Wirkung von CBD versetzt die Wissenschaft noch immer in Staunen. Die Forschung naht sich bei Weitem noch nicht dem Ende, doch die bisherigen Ergebnisse sind schon jetzt bahnbrechend. So wird es bereits gegen psychische Störung wie Depressionen, Angstzustände, posttraumatische Belastungsstörung, Schizophrenie etc. eingesetzt. Auch als Schmerzmittel ist es äußerst effektiv. So berichten beispielsweise Krebspatienten über Linderungen ihrer Tumorschmerzen. Zu guter Letzt ist CBD aber auch eine enorme Hilfe bei Krankheiten, die sich auf unseren Körper auswirken. Bei Beschwerden, die durch Morbus Parkinson, Multiple Sklerose oder Epilepsie ausgelöst werden, konnte dementsprechend eine Abschwächung erzielt werden.

Sind diese Tatsachen bewusst, ist es nicht verwunderlich, dass nun auch Medikamente auf CBD-Basis hergestellt werden. CBD-haltige Medikamente wie Saltivex oder Epidiolex existieren seit einiger Zeit auf dem deutschen Markt sind allerdings seit März 2017 verschreibungspflichtig. Anspruch auf ein Rezept haben allerdings nur Patienten mit einer schwerwiegenden Erkrankung. Dies liegt weiterhin nur vor, wenn medizinische Alternativen ohne CBD nicht zur Verfügung stehen und der Facharzt sich absolut sicher ist, dass die Einnahme zu einer Besserung führen wird.

Wer die Kosten gerne bei der Krankenkasse absetzen lassen möchte, hat das Gesetz auf seiner Seite. Es zeigte sich in den letzten Jahren allerdings, dass die deutschen Krankenkassen nur zwei Drittel der gestellten Anträge bewilligten. Die restlichen Patienten mussten die Rechnung auf eigenen Kosten begleichen.

Wird die Therapie mit CBD Öl von der Krankenkasse bezahlt?

CBD Öl hat sich vor allem in den letzten Jahren bewährt. Zahlreiche Therapien setzen auf die medizinischen Kräfte des ätherischen Öls. Bei Suchtkranken und Angstpatienten konnten schon durchschlagende Erfolge erzielt werden und auch Hauterkrankungen zeigten Besserung.

Da es sich bei dem Hanfextrakt allerdings um kein Betäubungsmittel handelt, sind die CBD-haltigen Produkte auf dem Markt verfügbar. Es existieren keine Vorschriften zur Einnahme, da der Konsum absolut legal ist. Die CBD Produkte können dementsprechend in der Drogerie oder im Onlinehandel erstanden werden. Ein verlässlicher Anbieter ist beispielsweise Candropharm. Aus diesem Grund sind die Krankenkassen leider wenig bereit, die Kosten für Artikel des Cannabidiols zu übernehmen.

Was Sie tun können, wenn die Krankenkasse die Kosten nicht übernehmen möchte

Die beste Möglichkeit, um die Krankenkassen zu einer Bewilligung Ihres Antrags zu bewegen, besteht darin, sich das CBD Öl vom Hausarzt verschreiben zu lassen. In der Ausformulierung Ihrer Anfrage muss unbedingt erwähnt werden, dass das CBD Öl die einzige Möglichkeit ist, um gegen die gesundheitlichen Beschwerden vorzugehen. Sollten Sie dies versäumen, wird Ihnen der Antrag postwendend mit Hinweisen auf möglichen Alternativen zurückgeschickt.

Sollte sich die Krankenkasse dennoch weigern, können Sie Einspruch erheben oder es zu einem nächsten Zeitpunkt nochmals versuchen. Wichtig zu wissen ist jedoch, dass die Krankenkassen die Antwort in der Regel innerhalb von fünf Wochen gegeben haben muss. Ist diese Frist abgelaufen, gilt Ihr Antrag automatisch als bewilligt.

Quelle:Erin_Hinterland, 18.01.2021

Kelheim