Aktionstag am 30. November

Altötting gegen die Todesstrafe

19.11.2020 | Stand 12.02.2021, 20:28 Uhr
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Städte für das Leben – Städte gegen die Todesstrafe

Altötting. Am Montag, 30. November, beteiligt sich die Kreisstadt Altötting am internationalen Aktionstag „Städte für das Leben – Städte gegen die Todesstrafe”.

Dieser Aktionstag findet auf Initiative der Gemeinschaft Sant’Egidio statt. Die Stadt projiziert von ca. 17 bis 20 Uhr verschiedene Schriftzüge, u. a. die Länder, die immer noch die Todesstrafe haben, an die Fassade des Rathauses am Kapellplatz.

Die Gemeinschaft Sant’Egidio ist eine christliche Laienbewegung mit über 70.000 Mitgliedern in 74 Ländern der Welt, die sich für Frieden und Gerechtigkeit einsetzt. Seit 1998 engagiert sie sich gegen die Todesstrafe und setzt sich unter Beteiligung zahlreicher Organisationen in der „World Coalition against the Death Penalty“ für die weltweite Abschaffung der Todesstrafe ein.

2002 wurde die Aktion „Cities for life – Städte für das Leben – Städte gegen die Todesstrafe“ ins Leben gerufen. Der 30. November wurde für den Aktionstag gewählt, weil an diesem Tag im Jahr 1786 das Großherzogtum Toskana als erster Staat der Welt Folter und Todesstrafe für abgeschafft erklärte.

Mitglieder von Sant’Egidio pflegen weltweit Hunderte von persönlichen Brieffreundschaften mit Todeskandidaten und unterstützen viele im persönlichen Einsatz.

Seit Beginn der Kampagne im Jahr 2002 wurden in über 100 Ländern Aktionen, Projekte und

Veranstaltungen zur Sensibilisierung der Zivilgesellschaft für eine Kultur durchgeführt, die immer das Leben achtet. Jährlich sind es mehrere Tausend Initiativen.

Der internationale Tag „Cities for Life” ist die weltweit größte Mobilisierung von Städten und Bürgern für Menschlichkeit und Achtung der Menschenrechte auch in schwierigen Situationen. In Deutschland haben sich in den vergangenen Jahren ca. 300 Städte am Aktionstag beteiligt.

Altötting