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12.06.2012 Füssen im Allgäu

Genussvolles Weitwandern:

Lechweg wird ausgezeichnet


Foto: Verein Werbegemeinschaft Lech-Wege / Gerhard Eisenschink, www.lechweg.com
Der Lechweg, der am 14. und 15. Juni 2012 offiziell eröffnet wird, erschließt alpine Landschaften für genussvolles Weitwandern erhält das Zertifikat Leading Quality Trail – Best of Europe und ist damit ein ausgezeichneter Qualitätsweg.

Leichtes Weitwandern durch eine Alpenregion, die gleichzeitig eine der letzten Wildflusslandschaften Europas ist: Der „Lechweg – von der Quelle bis zum Fall“ erschließt ab der Wandersaison 2012 erstmals eine alpine Kulisse für leichtes Weitwandern. Gleichzeitig ist er der erste grenzüberschreitende Weitwanderweg, der nach gemeinsamen Qualitätskriterien der Europäischen Wandervereinigung (EWV) zertifiziert ist.

 

Auf rund 125 Kilometern führt der Lechweg vom Formarinsee in der Nähe von Lech am Arlberg über Warth hinein in die Naturparkregion Lechtal-Reutte bis hin zum Lechfall in Füssen im Allgäu. Damit verbindet er drei Regionen und zwei Länder mit ihren jeweiligen Traditionen und Geschichten. Der Weg gestaltet sich wie der Lech selbst: mal ursprünglich und natürlich, dann wild und doch wieder sanft und voller sagenhafter Geschichten, die es zu entdecken gilt.

 

Er beginnt am Formarinsee im österreichischen Vorarlberg und begleitet zunächst den Formarinbach, der sich mit dem Spullerbach zum jungen Lech vereint. Über Lech am Arlberg, 2004 zum „schönsten Dorf Europas“ gekürt, geht es weiter zum Walserdorf Warth mit Vorarlbergs höchstgelegener Sennerei und Metzgerei „Wälder Metzge“. Nach Lechleiten führt der Panoramaweg hinein ins Lechtal nach Steeg. Am Lech entlang geht es nach Holzgau. Hier zieren Lüftlmalereien aus dem Spätbarock manche Häuserfassade. Die wohl spektakulärste und längste Hängebrücke Österreichs überspannt die Höhenbachtalschlucht. Sie ist 200 Meter lang, 110 Meter hoch und etwa einen Meter breit. Für nicht ganz schwindelfreie Wanderer gibt es einen Alternativweg nach Elbigenalp, dem Heimatort der „Geierwally“ Anna Stainer-Knittel.

 

Bei Häselgehr geht es vorbei am sagenumwobenen Doser-Wasserfall in die Gegend zwischen Elmen und Martinau. Sie ist bekannt für ihre Flora und Fauna mit wildwachsenden Orchideen sowie Schmetterlingen. Am Lech entlang führt der Weg nach Stanzach und weiter durch natürliche Flussauen. Dem weiten Bett des Lechs mit seinen Schotterbänken folgt der Weg nach Höfen. Von dort geht es durch die Pflacher Au mit ihrer einzigartigen Vogelvielfalt über die Grenze nach Deutschland in Richtung Alpsee. Hier öffnet sich ein herrlicher Blick auf die Schlösser Hohenschwangau und Neuschwanstein. Über den Kalvarienberg geht es zum Lechfall in Füssen, dem Ende des Lechweg.

 

Je nach Kondition und Weitwandererfahrung kann der Weg individuell in sechs bis acht Etappen begangen werden. Rafting- und Canyoning-Unternehmen bieten auch die Möglichkeit, einzelne Abschnitte direkt auf dem Lech zurückzulegen. Nach eigenen Qualitätskriterien zertifizierte Wandergastgeber sorgen für den Komfort vor und nach der Tagesetappe und stehen mit Rat und Tat zur Seite. Die Orte entlang des Lechwegs sind durch den Öffentlichen Personennahverkehr oder einen Shuttleservice erschlossen.

 

Das Gepäck kann bequem von Etappenziel zu Etappenziel transportiert werden. Die Anreise ist sowohl mit dem Auto als auch mit der Deutschen Bahn bzw. dem Postbus möglich.

 

Mehr Informationen und Aktuelles unter www.lechweg.com

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Autor: Andrea Obele