12.11.2017, 18:09 Uhr

Fast 2,5 Promille 27-Jähriger war total betrunken als Geisterfahrer auf der A9 unterwegs

(Foto:Hannes Lehner)(Foto:Hannes Lehner)

Gott sei Dank ohne Unfall konnte die Verkehrspolizei Ingolstadt am Samstagabend, 11. November, auf der Autobahn A9 bei Denkendorf eine Geisterfahrt beenden, bei der es aber gleich mehrfach zu Beinahe-Unfällen gekommen war.

A9/DENKENDORF/LANDKREIS EICHSTÄTT Am Samstagabend gingen bei der Einsatzzentrale der Polizei in Ingolstadt mehrere Notrufe ein, in denen ein Geisterfahrer auf der Autobahn A9 gemeldet wurde, der zwischen den Anschlussstellen Denkendorf und Altmühltal auf der Richtungsfahrbahn Nürnberg in verkehrter Richtung, also in Richtung Ingolstadt unterwegs sein soll. Hierbei war es dann hauptsächlich im zweispurigen Bereich des Kindinger Berges mehrfach zu erheblichen Gefährdungen sowie zu einigen Beinahe-Frontalzusammenstößen gekommen. Nur durch die reflexartigen Reaktionen mehrerer Verkehrsteilnehmer konnte hier Schlimmeres verhindert werden.

Auf Höhe der Anschlussstelle Denkendorf konnte der Geisterfahrer, der mit einem blauen BMW 320 unterwegs war, dann von mehreren, koordiniert eingesetzten Polizeistreifen gegen 22.45 Uhr zum Anhalten gebracht werden. Zu einem Verkehrsunfall mit einem entgegenkommenden Pkw ist es nach dem derzeitigen Stand der Ermittlungen nicht gekommen. Der Fahrer, der sein nun auf dem linken Fahrstreifen entgegen der Fahrtrichtung stehendes Fahrzeug selbständig nicht verlassen wollte oder konnte, musste von den Beamten vor Ort auf der hierfür in Fahrtrichtung Nürnberg kurzfristig komplett gesperrten Autobahn aus seinem Fahrzeug gezogen werden. Anschließend wurde der Pkw gewendet und auf einem nahegelegenen Parkplatz verkehrssicher abgestellt. Bei dem im Landkreis Eichstätt wohnenden 27-jährigen Mann aus Ungarn wurde überdeutlich Alkoholkonsum festgestellt. Ein noch vor Ort durchgeführter Test ergab einen Wert von beinahe 2,5 Promille, weshalb der Fahranfänger seine frisch erworbene Fahrerlaubnis auch gleich wieder abgeben durfte. Zudem wurde von einem hinzugerufenen Arzt kurze darauf eine Blutentnahme durchgeführt.

Die Verkehrspolizei Ingolstadt ist nun dabei, die durch den Geisterfahrer massiv gefährdeten Pkw-Fahrer, die sich über Notruf gemeldet haben, als Geschädigte zu ermitteln. Weiter wird zusätzlich auch nach einer Unfallstelle gesucht, da der blaue BMW des Ungarn einen frischen Streifschaden auf der rechten Fahrzeugseite hatte, dessen Herkunft bislang noch nicht geklärt worden ist. Ob dem Fahranfänger ohne Führerschein neben den ganzen strafrechtlichen Konsequenzen nicht auch sein Pkw weggenommen werden kann, entscheidet demnächst die zuständige Staatsanwaltschaft in Ingolstadt.


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