14.11.2017, 09:51 Uhr

11. Ehrengrenadier Regener Kommandeur ernennt Landrat Michael Adam zum Ehrengrenadier

Landrat Michael Adam bei der Ernennung zum Ehrengrenadier durch Oberstleutnant Jan Mirko Schmidt. (Foto: Florian Wagner)Landrat Michael Adam bei der Ernennung zum Ehrengrenadier durch Oberstleutnant Jan Mirko Schmidt. (Foto: Florian Wagner)

Letzten Freitag war es soweit. Oberstleutnant Jan Mirko Schmidt, seines Zeichens Kommandeur der Regener Grenadiere, forderte ein Versprechen des scheidenden Landrates Michael Adam ein.

REGEN Dieser erwähnte bei Schmidts Antrittsbesuch vor rund eineinhalb Jahren, dass er gerne einmal eine Informationswehrübung – ein „Praktikum“– bei der Bundeswehr durchführen wolle, wenn die Bundeswehr ihn mit einem getarnten Fahrzeug abholen würde. Da seine Amtszeit sich bekanntermaßen dem Ende neigt, war es nun Zeit zu handeln. Und so staunte Michael Adam nicht schlecht, als Freitag gegen elf Uhr Oberstleutnant Jan Mirko Schmidt im Rahmen einer Bewegungsfahrt mit einem Patrouillenfahrzeug Eagle vor den Türen des Landratsamtes auftauchte. Nach einer kurzen Fahrt durch Regen stoppte man auf der Standortschießanlage Kerschlhöh und Michael Adam ließ sich explizit das Schießen mit dem Maschinengewehr und der Pistole erklären. Danach verlegte man in die Offiziersheimgesellschaft nach Regen. Dort angekommen wurde sehr schnell klar, wozu Adam an diesem Tag abgeholt wurde. Da sein Empfangskomitee aus den Ehrengrenadieren Willi Killinger, Ilse Oswald, Otto Probst, Kurt Fiederling, Manfred Homolka und Walter Fritz bestand, stand die Ernennung zum Ehrengrenadier des Panzergrenadierbataillons 112 für Michael Adam an. In seiner Rede ging Schmidt auf die Höhepunkte der Zusammenarbeit in der Amtsperiode des scheidenden Landrates ein. Adam war immer mit Herz und Seele für seine Soldaten da und setzte sich jederzeit für sie ein. Sowohl bei der Regierung, wenn es um den Erhalt der Kaserne oder die Beschaffung von Finanzmitteln zum Erhalt dieser ging, als auch bei lokalen Angelegenheiten. Hier wurde beispielsweise die Wachübung „Starke Sicherung“ vom April 2017 erwähnt. Ohne die Zustimmung des Landkreises wäre eine Sperrung der Straße zur Durchführung der einzelnen Übungsvorhaben nie möglich gewesen.

An dieser Stelle wären noch viele gemeinsame, öffentliche Auftritte zu nennen, bei denen man stets Hand in Hand erfolgreich arbeitete. Dass die Zusammenarbeit im Landkreis Regen mit der Bundeswehr auf kommunaler Ebene seines Gleichen sucht wurde mit der Verleihung des Preises „Bundeswehr und Gesellschaft 2016“ auch weit über die niederbayerischen Grenzen hinaus bekannt. Auch sie fiel in die Amtszeit von Adam. „Es sind aber nicht nur diese großen Dinge“, wie Schmidt ausdrücklich betonte. Die Auszeichnung reflektiert den Dank für das überaus gute Miteinander, die vertrauensvolle Zusammenarbeit und die vielen kleinen Gelegenheiten, bei denen Adam gezeigt hat, dass die Bundeswehr und ihre Soldaten und vor allem das Panzergrenadierbataillon 112 ihm besonders am Herzen liegt. Aber auch den Landrat prägte die Zusammenarbeit mit den Soldaten und das im sehr positiven Sinne. Nach der Auszeichnung und Ernennung, die er kurzum mit den Worten „es ist mir wirklich eine besondere Ehre“ quittierte, fand ein gemeinsames Essen des neuen Ehrengrenadiers, der Gratulanten sowie des Führungspersonals der Regener Grenadiere statt, um diesen besonderen Tag für alle anwesend gebührend zu feiern.

Anmerkung des Autors:

Mit dem Titel „Ehrengrenadier des Bataillons“ werden Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens ausgezeichnet, die sich in besonderer Art und Weise um das Panzergrenadierbataillon 112 verdient gemacht haben. Diese Auszeichnung ist eine interne Auszeichnung des Panzergrenadierbataillons 112 und obliegt dem jeweiligen Kommandeur. Es ist kein offizieller Orden sowie kein Ehrenzeichen der Bundeswehr. Aktuell gibt es elf Ehrengrenadiere. Kurt Fiederling, Walter Fritz, Otto Probst, Ilse Oswald, Rita Röhrl, Willi Killinger, Manfred Homolka, Ernst Hinsken, Horst Seehofer, Helmut Brunner und Michael Adam sowie als „Ehrenjäger“ der bereits verstorbene erste Garnisonsbürgermeister Alois Reitbauer.


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