30.03.2016, 20:24 Uhr

Exkursion des W-Seminars an der Uni Regensburg Nabburger Gymnasiasten experimentieren mit magnetischen Schwingungen

Foto: JAS-Gymnasium NabburgFoto: JAS-Gymnasium Nabburg

Einen interessanten und lehrreichen Tag verbrachten die Schülerinnen und Schüler des W-Seminars Physik des Johann-Andreas-Schmeller-Gymnasiums Nabburg mit ihrem Seminarleiter Studiendirektor Christian Huber an der naturwissenschaftlichen Fakultät Physik der Universität Regensburg.

NABBURG/REGENSBURG Dort hatte Dr. Stephan Giglberger gemeinsam mit einem Assistenten in den Praktikumsräumen verschiedene Experimente zum Thema "elektromagnetische Schwingungen" vorbereitet.

Jeweils zu Beginn eines Versuchsteils gab es eine theoretische Einführung, wobei zunächst im Gespräch die nötigen Grundlagen erklärt und die Versuchsziele vorbereitet wurden. Danach konnten die Schülerinnen und Schüler in Zweiergruppen aktiv werden, indem sie die einzelnen Schaltungen unter Mithilfe der Betreuer aufbauten und selbstständig Messungen durchführten. Die anfangs vorhandenen Berührungsängste wurden dabei schnell abgelegt, und es wurde fleißig ausprobiert und experimentiert. So hatten die Schüler die Gelegenheit, selbst Messungen mit einem Oszilloskop, einem x-y-Schreiber oder einem Spektrumanalyser, welcher Töne mittels der Soundkarte eines PCs untersuchen kann, durchzuführen. Neben dem Umgang mit den elektrischen Bauteilen und den Messgeräten war auch stets der praktische Nutzen des untersuchten physikalischen Inhalts von Bedeutung. So lernten die jungen Leute Genaueres über den Entladevorgang von Kondensatoren, der z. B. dafür sorgt, dass die Innenraumbeleuchtung eines Autos zeitverzögert erlischt.

Interessant war auch das physikalische Grundprinzip der Erzeugung von Klängen. Gemeint ist damit die Tatsache, dass zum Beispiel der Kammerton a mit der Frequenz 440 Hz anders klingt, wenn er von einer Geige oder von einem Klavier gespielt wird. Hintergrund ist, dass Klänge keine reinen Sinusschwingungen sind, sondern eine Überlagerung mehrerer Schwingungen, deren Frequenzen ganzzahlige Vielfache der Grundschwingung sind. Zum Abschluss der Experimente wurde die Erzeugung von Tönen eindrucksvoll anhand eines Theremins demonstriert. Hierbei handelt es sich um ein elektronisches Musikinstrument, das berührungslos gespielt wird: Lediglich durch Veränderung des Abstandes des menschlichen Körpers zu zwei Antennen können Tonhöhe und Lautstärke variiert werden.

Damit endete für die Schülerinnen und Schüler und ihren Seminarleiter im Rahmen der Partnerschaft des JAS-Gymnasiums mit der Universität Regensburg ein spannender und erkenntnisreicher Tag, der mit einem Mittagessen in der Mensa und einer Führung durch einige Labore der Fakultät Physik abgerundet wurde und an dem die jungen Lernenden erste Kontakte zu dieser Hochschule knüpfen konnten.


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