09.01.2017, 09:06 Uhr

Kirche Bistum Regensburg geht in die Offensive: Aufarbeitung von Schlägen

Brutale Prügel in der Vorschule der Regensburger Domspatzen in Etterzhausen und Pielenhofen. Unser Bild zeigt Angelika Glaß-Hofmann, Generalvikar Michael Fuchs und Rechtsanwalt Dr. Andreas Scheulen. Foto: EcklBrutale Prügel in der Vorschule der Regensburger Domspatzen in Etterzhausen und Pielenhofen. Unser Bild zeigt Angelika Glaß-Hofmann, Generalvikar Michael Fuchs und Rechtsanwalt Dr. Andreas Scheulen. Foto: Eckl

Die Kirche von Regensburg geht weiter in die Offensive und hat jetzt ein Projekt eingerichtet, um körperliche Übergriffe von kirchlichen Mitarbeitern aufzuarbeiten. All diese Fälle sind juristisch nicht mehr greifbar, etwa weil sie verjährt sind.

Das Bistum Regensburg richtet ein Projekt zur Anerkennung von Leid durch massive Körperverletzung durch kirchliche Mitarbeiter ein. Es geht dabei um Taten, die strafrechtlich nicht mehr verfolgt werden können, da sie verjährt sind oder der Täter bereits verstorben ist.

Das Projekt ist aus den Erfahrungen der vergangenen Jahre bei der Aufarbeitung von sexuellem Missbrauch und aus den Erfahrungen mit der Vergangenheit der Domspatzen entstanden. Es soll auf eineinhalb Jahre befristet sein und auch Anerkennungszahlungen beinhalten.

Das Bistum möchte auf diese Weise Menschen helfen, die als Minderjährige Opfer massiver Körperverletzungen im kirchlichen Bereich geworden sind, ihr Leid aufzuarbeiten.

Als Anlaufstelle steht der Beauftragte des Bistums für Opfer von Körperverletzung, Dr. Andreas Scheulen, zur Verfügung (Tel.: 0911/4611226, info@kanzleischeulen.de). Nähere Informationen und das Antragsformular gibt es auf der Internetseite des Bistums.


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