26.10.2016, 14:54 Uhr

Keine Angaben zur Motivation Lehrkräfte mit einer Waffe bedroht – 17-Jähriger wurde in geschlossene Fachklinik eingewiesen

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Wie berichtet, hielt sich ein 17-Jähriger am Mittwoch, 26. Oktober, gegen 8 Uhr in der Mittelschule im Regensburger Ortsteil Burgweinting auf, wo es auch zu einer Bedrohungssituation kam. Nach der Tat flüchtete der junge Mann aus dem Gebäude und konnte kurze Zeit später gegenüber der Schule mit Verletzungen aufgefunden werden. Der Tatverdächtige befindet sich nun in einer geschlossenen Fachklinik.

REGENSBURG Der 17-Jährige wurde gegen 8 Uhr von einer Lehrkraft auf einem Flur im Schulgebäude bemerkt und auf seine Anwesenheit angesprochen. Im weiteren Verlauf ergab sich dann eine Bedrohung von Lehrkräften durch den Jugendlichen. Dabei wurde auch deutlich, dass dieser eine Waffe bei sich hatte. Nach der Tat verließ der junge Mann das Gebäude. Im Schulgebäude hatten nur wenige Personen Kontakt zu dem Jugendlichen, von denen keiner körperlich verletzt wurde.

Aufgrund einer sofortigen Mitteilung der Schule über Notruf an die Polizei entwickelte sich umgehend ein polizeilicher Großeinsatz. Über 20 Streifen aus dem Stadtgebiet und den umliegenden Inspektionen begaben sich nach Burgweinting, sicherten die betroffene Schule sowie umliegende Einrichtungen. Zudem fahndeten zahlreiche Einsatzkräfte nach dem Flüchtigen. Dieser konnte gegen 8.50 Uhr auf einem Gelände gegenüber der Schule verletzt aufgefunden werden. Bei dem Jugendlichen konnte auch eine so genannte Schreckschusswaffe aufgefunden und sichergestellt werden. Nach einer ersten Notärztlichen Versorgung kam der 17-jährige Regensburger mit deutscher Staatsangehörigkeit in ein Krankenhaus. Die Verletzungen stellten sich dort als nicht lebensbedrohlich heraus. Der Tatverdächtige konnte zwischenzeitlich auch polizeilich befragt werden. Der 17-Jährige ist und war nicht Schüler der betroffenen Schule. Auch zu den betroffenen Lehrkräften gab es durch den Tatverdächtigen in der Vergangenheit keine Kontakte.

Weitere Angaben zur Person des Tatverdächtigen, seinen Verletzungen oder seiner Motivation werden mit Blick auf das laufende Ermittlungsverfahren und die Persönlichkeitsrechte des Jugendlichen nicht gemacht. Das Auffinden des verletzten Jugendlichen führte sehr schnell zu einer Entwarnung an der betroffenen Schule. Sperren wurden zeitnah aufgehoben das Areal um die Schule konnte wieder angefahren und betreten werden. Aufgrund der psychischen Ausnahmesituation, in der sich der junge Mann befand, erfolgte nach einer ersten medizinischen Versorgung seiner Verletzungen eine Unterbringung in einer geschlossenen Fachklinik.

Lobend zu erwähnen ist das ruhige und sachliche Verhalten der Schulleitung und der Lehrkräfte. Mit ihrem professionellen Verhalten haben die Verantwortlichen der Schule maßgeblich dazu beigetragen, dass der Einsatz so schnell und erfolgreich bewältigt werden konnte. Zur Betreuung von Schülern und Lehrkräften fanden sich umgehend Spezialisten in der Einrichtung ein.

Die Kriminalpolizeiinspektion Regensburg übernahm die polizeiliche Sachbearbeitung und führte bereits erste Vernehmungen und Befragungen sowie eine Spurensicherung am Auffindeort des Jugendlichen durch. Die Ermittlungen, insbesondere zu den Hintergründen der Tat, dauern an.


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