26.03.2011, 12:24 Uhr

Wieder mal: Bischof klagt in Rom über Medien

Foto: StaudingerFoto: Staudinger

Der Regensburger Bischof hat sich in Rom bitterlich über die Medien beklagt – wieder einmal. Am Donnerstagabend gab der Oberhirte dem Papstsender Radio Vatican ein Interview und sprach wörtlich von der „ungeheueren Macht der heutigen Medien".

REGENSBURG Bischof Gerhard Ludwig Müller hat sich am Donnerstag in Rom bitterlich über die Medien beklagt. Wörtlich sagte der Regensburger Oberhirte: „Das ist dieser Relativismus, die ungeheure heutige Macht der Medien, die Menschen zu manipulieren."  Gleichzeitig relativierte Müller gegenüber Radio Vatican, dass er damit nicht den Journalisten die Schuld an ihrer angeblichen Kirchenkritik zurechne, sondern vielmehr anderen, die die Medien beherrschten: „Aber es sind nicht die Medien als solche, als Mittel der Kommunikation, sondern diejenigen, die die Herrschaft über die Massenkommunikation ausüben." 

Müller zeichnete indes das Gute und die Botschaft Christi auf der einen Seite, während die andere Seite eben gegen Christus argumentiere und dies mit Hilfe der mächtigen Medien: „Und da hat man doch manchmal den Eindruck, dass sie übermächtig sind und dass die Stimme Christi, des guten Hirten, im Lärm der Zeit ganz leise ist und oft überhört wird", sagte der Bischof zu Radio Vatican. 

Gleichzeitig vergleicht Müller die angeblichen Meinungsführer mit früheren falschen Propheten, die bereits das Ende der Kirche voraus gesagt hatten – wen er damit meint, bleibt zwar ungewiss, aber die Anspielung auf die frühe Christenverfolgung in der Antike liegt dabei auf der Hand: „Wenn man manche dieser großen Meinungsführer hört, die dann das nahe Ende der Kirche prophezeien, fühlt man sich an viele andere erinnert, die das nahe Ende der Kirche prophezeit haben", wird der Bischof abschließend zitiert.

Müller, der erst kürzlich noch auf der Bayerischen Bischofskonferenz als Ökumene-Beauftragter klarstellte, dass man sich im Luther-Jahr der evangelischen Kirche zwar annähern wolle, Luther aber gleichzeitig nicht rehabilitiert werden könne, war zur Vorstellung des zweiten Bandes von Papst Benedikts Jesus-Buch nach Rom gereist.


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