13.01.2015, 16:43 Uhr

Investition Rundgang: Kultur pur im neuen Haus der Musik

Foto: Ursula HildebrandFoto: Ursula Hildebrand

Die Domstadt ist um ein kleines Juwel reicher, ein "Schmuckstück" nannte es Oberbürgermeister Joachim Wolbergs am Dienstag, 13. Januar, beim Presserundgang: Die Rede ist vom neuen Haus der Musik am Bismarckplatz.

REGENSBURG Keine Frage, diese Investition konnte sich die Stadt nur leisten, weil die konjunkturelle Lage so gut ist wie kaum zuvor. Stolze 17,5 Millionen Euro haben der Erwerb und der Umbau des ehemaligen Präsidialpalais sowie der Neubau gekostet. Dafür hat die Stadt ein Haus installiert, das Musik und Kunst, Kultur und Gesellschaft beherbergt. Der Bismarckplatz ist damit noch mehr als früher ein öffentlicher Platz, denn Theater und Haus der Musik stehen sich direkt gegenüber.

Als die Frage aufkam, was mit dem Gebäude passieren solle, war für die Stadt schnell klar, dass man es für die Öffentlichkeit erhalten und zugänglich machen will. Für 1,35 Millionen Euro kaufte man das Gebäude vom Freistaat. Weitere 16 Millionen und drei Jahre später strahlt das ehemalige Präsidialpalais in neuem Glanz. "Einfach Wahnsinn", schwärmt Wolbergs schon im Eingangsbereich, das alte Gebäude ist kaum mehr wiederzuerkennen. Kunst am Bau, stimmige neue Treppenaufgänge und ein buntes Gesamtkonzept machen das Haus der Musik zu einer echten Begegnungsstätte.

Seit Montag, 12. Januar, erklingen hier die ersten Töne – Geigen und Klavier, Schlagzeug und Flöten. "Das hat ordentlich Geld gekostet", sagt Wolbergs, "aber das war es uns wert". Kulturreferent Klemens Unger berichtet vom Spagat, das Gebäude aus dem 19. Jahrhundert, die mittelalterliche Bausubstanz und den Neubau zusammenzufügen. Im Gebäudeinneren wurde darauf geachtet, die alte Substanz wieder ans Licht zu holen. Stuck an den Wänden, Malereien über den Türen, alte Holzfußböden. Das, was jahrelang unter moderner Büroeinrichtung versteckt war, ist nun wieder sichtbar.

Neben der Musik hat auch das Theater einen Platz gefunden. Für die Sparte des Jungen Theaters wurde ein Bereich geschaffen, den auch den Intendanten des Theaters Regensburg, Jens Neundorff von Enzberg, ins Schwärmen geraten lässt. Am Samstag, 21. Februar, feiert das Junge Theater mit "1984", im Original von George Orwell, Premiere in der neuen Spielstätte.


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