17.02.2017, 17:05 Uhr

Mehr Übernachtungen: Vor allem Niederländer mögen die Stadt! 2016 war ein gutes Tourismusjahr für Passau

Foto: Stadt PassauFoto: Stadt Passau

Passaus Tourismuszahlen entwickeln sich weiterhin recht ordentlich: Acht Prozent mehr Übernachtungen, drei Prozent mehr Ankünfte, besonders starke Wintermonate und ein Wachstum bei den ausländischen Gäste!

PASSAU Das sind nur ein paar der Kennzahlen für 2016, die das Landesamt für Statistik erfasst hat. Damit übersteigt Passau teilweise sogar die Rekordzahlen, die der Tourismusverband Ostbayern für die gesamte Region im vergangenen Jahr verzeichnet hat. Oberbürgermeister Jürgen Dupper: „Der Tourismus ist ein wichtiger Baustein des Passauer Wirtschaftslebens. Im Hinblick auf die Sicherung vorhandener oder gar Schaffung neuer Arbeitsplätze ist diese Entwicklung sehr erfreulich. Die große Herausforderung ist und bleibt, die Interessen der Wohnbevölkerung, des Handels und des tourismusnahen Gewerbes unter einen Hut zu bringen.“

Schon ein kurzer Blick in die Zahlen genügt, um zu sehen, dass immer mehr Gäste in Passau Urlaub machen: 306.152 Ankünfte gab es im vergangenen Jahr, das sind 3 Prozent mehr als in 2015. Um 8 Prozent sind die Übernachtungen in den 42 meldepflichtigen Betrieben mit mindestens zehn Betten gestiegen: Genau 549.777 Übernachtungen waren es. Im Schnitt blieb der Passau-Tourist 1,8 Tage in der Stadt, und das ist länger als zuvor: Die vergangenen Jahre lagen bei 1,6 bis 1,7 Tagen, was dem bayernweiten Durchschnitt entspricht.

Der Trend geht zu Urlaub im eigenen Land, und das merkt man auch in Passau: Deutschlandweit haben im vergangenen Jahr 3 Prozent mehr Deutsche Urlaub in Deutschland gemacht. In Passau machten deutsche Touristen einen Gesamtanteil von 81 Prozent aus, bei einer Steigerung gegenüber 2015 von 7,6 Prozent.

Die Statistik genauer unter die Lupe genommen, zeigt folgende Aspekte:

Das gezielte Auslandsmarketing von Passau Tourismus fruchtet: Bei den Übernachtungen ausländischer Gäste in den Unterkunftsbetrieben gab es 2016 ein Plus von 9,8 Prozent. Damit sticht Passau gegenüber Gesamtbayern deutlich heraus: Hier ist der Anteil um 0,3 Prozent gesunken. Besonders zahlreich vertreten waren in der Dreiflüssestadt Österreicher, die ein Viertel der Gesamt-Auslandsbesucher ausmachen, gefolgt von Niederländern (8,7 Prozent), Briten und Nordiren (6,8 Prozent), Schweizern (6,4 Prozent) und USA (5,8 Prozent). 2016 konnten erfreulicherweise große Steigerungen bei Gästen aus Südkorea (plus 108,2 Prozent), Indien (plus 60 Prozent) und aus Afrika (plus 30,1 Prozent) verzeichnet werden.Passau erfreut sich vor allem bei ausländischen Touristen immer größerer Beliebtheit:

Niederländer mögen Passauer Hotels:

Touristen aus den Niederlanden, Vorreiter als Campingurlauber, nehmen in Passau gerne das Hotelbett in Anspruch: Mit knapp 9.100 gebuchten Nächten machen sie fast 9 Prozent der Gesamtübernachtungen aus.

Ein starker Winter:

Vor allem in den Monaten Januar (plus 21 Prozent) und Februar (plus 25 Prozent) waren weitaus mehr Hotelgäste in der Stadt als im Vorjahr. Damit hat sich das Ziel von Passau Tourismus, diese üblicherweise schwächer frequentierten Monate mit gezielten Werbemaßnahmen zu verbessern, erfüllt. Die Zahlen für Dezember 2016 (plus 11 Prozent) lassen vermuten, dass sich das im aktuellen Winter fortsetzt.

Gleichbleibend viele Kreuzfahrttouristen:

Zusätzlich zu den Übernachtungsgästen besuchten an die 1,4 Millionen Tages- sowie Kreuzfahrtgäste Passau. 2016 legten 165 Kreuzfahrtschiffe insgesamt 2.330 Mal in Passau an und beförderten an die 314.000 Passagiere – das ist in etwa auf Vorjahresniveau.

Stadtführungen: Mehr fremdsprachig als deutsch

Dass immer mehr fremdsprachige Touristen Passau erkunden, zeigt auch die Statistik der Stadtführungen vom vergangenen Jahr. Von 9.257 von Passau Tourismus vermittelten Führungen waren 7.128 fremdsprachig, ein Anteil von 77 Prozent. Insgesamt nahmen im Jahr 2016 an die 259.196 Personen an einer durch Passau Tourismus vermittelten Gruppenführung sowie an die 9.938 Gäste an einer Tagesführungen teil.

Ausblick:

Trotz der weltweiten negativen Einflussfaktoren wie Terrorangst und wirtschaftlicher Probleme hofft die Stadt Passau, das Niveau bei gleichbleibender Qualität zu halten.


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