10.04.2016, 18:30 Uhr

Gesundheit SPD fordert Konzept für Wiedereröffnung der Geburtsstation in Rotthalmünster

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SPD-Kreisvorstand Passau-Land hat für die Geburtshilfe in Rotthalmünster eine Lösung noch "in der ersten Jahreshälfte" gefordert.

ROTTHALMÜNSTER Ein großes Thema der jüngsten Vorstandssitzung der SPD im Landkreis Passau war die Schließung der Geburtshilfe in Rotthalmünster seit 1. Dezember 2015. Peter Kaltenhauser, Vorsitzender des SPD-Ortsvereins Rotthalmünster-Kösslarn und Unterstützer der Unterschriftenaktion "Der Storch soll wieder in Rotthalmünster landen" erklärte: "Die Entscheidung der Geschäftsführung der Landkreiskliniken, die Geburtenhilfe im Krankenhaus Rotthalmünster zu schließen, halten wir für einen schwerwiegenden Fehler. Damit wird werdenden Müttern zugemutet, weite Wege bis zur nächsten Entbindungsstation zurücklegen zu müssen. Dies birgt große Gefahren für die Frauen und für die ungeborenen Kinder."

Dazu die stellvertretende Kreisvorsitzende Sabine Mayerhofer: "Die Geburtshilfe in Rotthalmünster war bekannt für ihre hohe Qualität. Diesen sehr guten Ruf, der über die Landkreisgrenzen hinausging, sollte man nicht einfach aufgeben."

Insgesamt seien über 6.000 Unterschriften für die Wiedereröffnung der Geburtshilfe gesammelt worden, berichtete Kaltenhauser. Andreas Winterer, auch SPD-Fraktionssprecher im Kreistag, betonte, dass es sich um kein privates Krankenhaus handle, das nur dem Prinzip der Rentabilität verpflichtet sei. Der Landkreis als Träger müsse vielmehr auch das Gemeinwohl im Blick behalten. "Eine Geburtsstation in zumutbarer Entfernung zu haben, zählen wir zur öffentlichen Daseinsvorsorge", sagte Winterer. Der SPD-Kreisvorstand Passau-Land fordert deshalb die Geschäftsführung und den Verwaltungsrat auf, noch in der ersten Jahreshälfte und vor dem Sommerloch ein tragfähiges Konzept für die Wiedereröffnung der Geburtsstation vorzulegen. Sonst, so sind die Sozialdemokraten überzeugt, müssten sich die Verantwortlichen tatsächlich den Vorwurf gefallen lassen, auf Zeit zu spielen, um die Sache langsam einschlafen zu lassen.


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