04.07.2012, 12:23 Uhr

1.000 Wohnungen in Landshut betroffen GBW-Wohungen werden jetzt versteigert

Foto: BlümelFoto: Blümel

Die Entscheidung ist gefallen. In der letzten Woche hat die bayerische Staatsregierung entschieden, dass die Immobilientochter GBW der Bayerischen Landesbank versteigert werden soll. Das hat auch Folgen für Landshut.

LANDSHUT Denn der GBW gehörten hier rund 1.000 Wohnungen. Knapp 700 davon sind Sozialwohnungen. Aus Sorge, dass die Wohnungen auf dem freien Markt jetzt „skrupellosen Investoren“ in die Hände fallen könnte, schlagen die Grünen und die Freien Wähler jetzt Alarm. Zusätzlich zu den rund 1.000 Wohungen in Landshut kommen noch weitere 206 in Altdorf. Insgesamt sind in Bayern etwa 33.000 Wohnungen mit etwa 80.000 Mietern betroffen.

Die Fraktionsvorsitzende der Grünen im Stadtrat, Sigi Hagl, kommentiert das Vorgehen der Staatsregierung so: „Damit setzt die CSU noch eins drauf und lässt dem Landesbankdebakel ein Wohnungsmarktdebakel folgen“. Die Staatsregierung zeige damit ihr wahres Gesicht, so Hagl. „Von sozialer Verantwortung keine Spur!“ Söders Beschwichtigungsversuch mit einer „Sozialcharta plus“ schütze die GBW-Mieter nach Auffassung der Grünenpolitikerin nicht.

Ähnlich sehen es die Freien Wähler, die dazu am Freitag in Landshut zu diesem Thema zu einer Pressekonferenz mit den beiden Landtagsabgeordneten Hubert Aiwanger und Jutta Widmann eingeladen haben. Für die Freien Wähler sei das „moralisch ein Alptraum und politisch keinesfalls akzeptabel.“


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