17.02.2017, 15:38 Uhr

Freie Bauplätze in Landshut Landshut hat noch Wohnraum-Potential für 8.800 Einwohner

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Die Stadt Landshut platz aus allen Nähten, bezahlbarer Wohnraum ist knapp. Darum wurde ein Flächenmanagementkataster in Auftrag gegeben. Im Bausenat gab es dazu einen erstaunlichen Zwischenbericht. In Landshut gibt es noch Platz für weitere 8.800 Bürger, ohne dass neues Bauland ausgewiesen werden müsste.

LANDSHUT Für das Baureferat präsentierte Stephan Pflügler den Kataster-Zwischenbericht in der Freitagssitzung des Bausenates. Aufgabe war, die Flächen ausfindig zu machen, die derzeit im Stadtgebiet brach liegen und die noch bebaut werden könnten. Den Antrag, ein solches Kataster zu erstellen, hatte Elke März-Granda (ödp) gestellt.

Zu den Brachflächen gehören zum Beispiel ehemalige Industrie- und Gewerbeanlagen, aufgelassene Bahnflächen, Baulücken und leer stehende Gebäude. Nicht erfasst im Kataster sind die Grundstücke, die bereits bebaut sind, aber auf denen eine Nachverdichtung durch Erweiterung oder Aufstockung bestehender Gebäude bzw. durch Ersatzbaumaßnahmen noch möglich erscheint.

Das Ergebnis, das am Freitag den Stadträten präsentiert wurde, ist erstaunlich: Dmenach gibt es noch 880 Grundstücke bzw. Immobilien, die theoretisch noch als Wohnfläche dienen könnten. Diese Grundstücke würden Wohnraum für rund 8.800 weitere Einwohner von Landshut bieten.

Die Sache hat einen Haken: Ob die Besitzer dieser Flächen überhaupt bereit sind, sie mittelfristig für Wohnbebauung zu nutzen, ist unklar. In einem nächsten Schritt müsste das für das Kataster abgefragt werden. „Die würde jedoch in hohem Maße personelle Ressourcen binden und ist mit dem derzeitigen Personalstand nicht zu leisten“, so Pflügler.


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