31.07.2015, 11:56 Uhr

Optimismus bei den Verantwortlichen B15neu: Planungen zur Ost-Süd-Umfahrung laufen auf Hochtouren

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Oberbürgermeister Hans Rampf, Landrat Peter Dreier sowie der Leiter des Staatlichen Bauamts, Manfred Dreier, haben am Freitag über den Status Quo in Sachen Ost-Süd-Umfahrung von Landshut informiert.

LANDSHUT "Es wird mit Hochdruck an dem Projekt gearbeitet", versicherte Manfred Dreier bei einem Pressegespräch im Landshuter Rathaus. Landrat Peter Dreier stellte klar: "Wir wollen in dieser Angelegenheit keine Zeit verstreichen lassen". Das unmittelbare Ziel der Verantwortlichen bestehe aktuell darin, in den vordringlichen Bedarf des Bundesverkehrswegeplans aufgenommen zu werden. Hierzu wird im Herbst ein erster, wegweisender Referentenentwurf aus Berlin erwartet – Anfang 2016 soll eine endgültige Entscheidung folgen. Ein Prozess, dem man in Landshut optimistisch entgegensieht.

"Es gibt eine große politische Unterstützung für das Projekt", macht Manfred Dreier allen Befürwortern einer Ost-Süd-Umgehung Hoffnung. Worauf es jetzt noch ankäme, so der Bauleiter, sei ein ausgeglichenes Kosten-Nutzen-Verhältnis, um sich gegen die bundesweite Konkurrenz beim Verkehrswegeplan durchzusetzen. Doch Peter Dreier sieht die Region auch diesbezüglich auf einem guten Weg – und schließlich habe man mit Alexander Dobrindt einen bayerischen Bundesverkehrsminister an der Spree, der mit der angespannten Verkehrslage rund um die Dreihelmstadt bestens vertraut sei.

Welchen Verlauf eine Ost-Süd-Umfahrung von Landshut nehmen soll, wollte das Trio am Freitag derweil nicht diskutieren. Dies sei dem im April von Staatsminister Joachim Herrmann ins Leben gerufene Dialogforum vorbehalten und stünde außerdem noch nicht fest. Vielmehr würden derzeit alle denkbaren Varianten wertfrei überprüft und von Experten analysiert. Oberbürgermeister Hans Rampf: "Wir nehmen jeden Vorschlag ernst. Alle Möglichkeiten einer Umgehung werden betrachtet, nicht nur ein Lückenschluss zur B15alt."

Nach derzeitigem Stand wird die B15neu im Jahr 2019 an der A92 ankommen. Die Fertigstellung einer Ost-Süd-Umfahrung von Landshut soll innerhalb der nächsten zehn Jahre realisiert werden. Sollte sie erst 2025 gelingen, droht der Region freilich ein mehrjähriges Verkehrschaos. "Das wird die Gegner einer Ortsumfahrung mundtot machen", frotzelte Rampf angesichts dieser Prognose. 

Um einen möglichst demokratischen Entscheidungsprozess in Sachen B15neu zu gewährleisten, werden alle betroffenen Interessensgruppen regelmäßig im Rahmen des Dialogforums an einen Tisch gesetzt. Das erste Treffen fand am 22. Juni unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. Die zweite Sitzung des Dialogforums ist für den 5. Oktober geplant. Berücksichtigt werden dabei insbesondere die Aspekte Verkehr, Umwelt und Kosten. Manfred Dreier: "Wir müssen berücksichtigen ob Naturschutzgebiete betroffen wären, welche Entlastung eine Umgehung bedeuten würde und welche landwirtschaftlichen Flächen in Anspruch genommen werden müssten."

Für das Treffen im Herbst hofft man, alle bislang vorgeschlagenen Straßenverläufe auf wenige Favoriten konkretisieren zu können. Unterstützt wird dieser Entscheidungsprozess von wissenschaftlichen Daten, die derzeit u.a. auf der B11, B12 und A92 erhoben werden. So gibt eine automatische Nummernschild-Erkennungsanlage Aufschlüsse über die Routenpräferenzen der Fahrer. Daten, die die Projektgruppe Ost-Süd-Umfahrung als Basis ihrer Planung verwenden kann, da sie aufzeigen, welches Verlagerungspotenzial es auf den einzelnen Strecken gibt.


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