04.07.2010, 00:00 Uhr

Absolute Mehrheit im ersten Wahlgang Faltermeier bleibt Landrat

Landrat Dr., Hubert Faltermeier bleibt nach 18 Jahren an der Spitze des Landkreises Kelheim: Im ersten Wahlgang holte er 52,20 Prozent der Stimmen.

KELHEIM Am heutigen Sonntag, 4. Juli 2010, hat Amtsinhaber Dr. Rudolf Faltermeier (FW) in einer mit Spannung erwarteten Wahl die absolute Mehrheit der Wählerstimmen auf sich vereinigen können. Im erstenWahlgang erzielte er 52, 20 Prozent; Herausforderer MartinNeumeyer (CSU) erhielt 36,95 Prozent, Peter-Michael Schmalz von der ödp konnte nur noch 10,85 Prozent der Stimmen holen. Er hatte – allerdings als einziger Gegenkandidat – vor sechs Jahren gegen Faltermeier noch knapp 21 Prozent der Stimmen holen können. Spannend war der Abend ab 18 Uhr im Landratsamt – dort hatten sich Neugierige, Journalisten und zahlreiche Prominenz der Freien Wähler versammelt, um das Ergebnis zeitnah zu erfahren. Jörg Novy war es, der um 19.25 Uhr dann erleichtert sagte:„Des bassd scho.” Da war klar, dass Faltermeier nicht unterlegen ist. Und auch später, beim amtlichen Endergebnis, änderte sich nichts mehr daran: Faltermeier hatte die Wahl klar gewonnen. Der kam dann auch ins Landratsamt – begleitet von seiner Ehefreau Heidi. Beide zeigten sich überglücklich. Faltermeier gestand, dass der Tag schon eine „Zitterpartie” gewesen sei, die er „im Garten grillend” versucht habe, bestmöglichst über die Runden zu bringen. Im Kreise der Familie (und auch mit einer künftigenSchwiegertochter, wie er demWochenblatt verriet)stand er die Zeit bis zur Auszählung durch. Viele Gratulanten schüttelten seine Hände, und Faltermeier selbst drückte seine Ehefrau innigst. In Abensberg traf sich die Wochenblatt-Redaktion kurz darauf mit einem enttäuschten MartinNeumeyer. Er hat die bangen Stunden vor der Auszählung auf dem Bürgerfest Abensberg verbracht, im Kreise vieler CSU-Kolleginnen und -Kollegen. „EinEnde des Kaiserreichs wäre für den Landkreis besser”, so Neumeyer inAnspielung auf Faltermeiers lange Amtszeit – und darauf, dass bereits der Vater des Amtsinhabers Landrat gewesen ist im Kreis Kelheim. „Der Landkreis ist geteilt”, soNeumeyer weiter. „Und das ist nicht gut.” Unfair sei gewesen, was kolportiert wurde: „Es hieß, ich wollte das Landratsamt nach Abensberg holen, die Krankenhäuser privatisieren und so weiter. Alles Quatsch.” Nun denn – Neumeyer ist als Landtagsabgeordneter der CSU hoch angesehen, und während er noch um den Landkreis trauerte, erhielt er von Landtags-Kollegen einige SMS-Nachrichten. Tenor: Gut, dass Du uns erhalten bleibst!


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