10.11.2017, 11:25 Uhr

Frontal gegen den Baum Die Tragödie von Haslfurth


Zwei Menschen sind am Samstag ums Leben gekommen, als ein SUV mit voller Wucht bei Eching gegen einen Baum raste. Am Steuer saß Ronald W., neben ihm seine 26 Jahre alte Freundin. Die Ermittler gehen derzeit von einem erweiterten Suizid aus.

ECHING Die Adresse des Autohandels beim Flughafen findet sich noch im Internet, doch das Unternehmen von Ronald W. gibt es nicht mehr. Es muss einiges schief gelaufen sein in seinem Leben, gewaltig schief. Am Samstag lenkte der Freisinger sein Hyundai-SUV, das in Erding zugelassen war, mit hoher Geschwindigkeit gegen einen Baum. Kerzengerade ist er darauf zugefahren, sagt später ein Sprecher der Polizei. Im Auto saß auch noch eine junge Frau (26). Beide konnten nur noch tot geborgen worden. Was zunächst wie schrecklicher Unfall aussah, entpuppt sich jetzt als Tragödie. Die Staatsanwaltschaft stuft das, was passiert ist, bisher als „erweiterten Suizid“ ein.

Die Beteiligung eines Dritten könne jedenfalls ausgeschlossen werden, sagt ein Behördensprecher. Was genau passiert ist, das versucht jetzt die Polizei zu ermitteln. Ob je ans Licht kommen wird, was der Auslöser für die schreckliche Tat war, ist allerdings fraglich. Tatsache ist: Sowohl Ronald W. als auch seine Freundin, die im Landkreis Landshut lebte, wiesen Schnittverletzungen am Hals und den Armen auf, die nicht vom Unfall stammen können. Die junge Frau hatte noch dazu einen Stich in der Herzgegend, der aber nicht tödlich war. Ronald W., der verheiratet war, aber in Trennung lebte, hatte wiederum nur oberflächliche Schnittverletzungen.

So mysteriös wie die Spuren im Wagen sind auch Gerüchte, wonach am Unglücksort zunächst auch noch nach einem kleinen Kind gesucht worden sein soll. Das soll das Paar angeblich zuvor bei Freunden abgegeben haben. Die Staatsanwaltschaft wollte dazu keine Stellung nehmen.


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