28.08.2017, 15:33 Uhr

Mehrere Haftbefehle am Flughafen München vollstreckt Bundespolizisten verhaften zwei Deutsche und einen Briten

Foto: Bundespolizei Rosenheim (Foto:Schmid)Foto: Bundespolizei Rosenheim (Foto:Schmid)

Insgesamt drei per Haftbefehl gesuchte Personen, einen britischen und zwei deutsche Staatsbürger, nahmen Beamte der Bundespolizei über das Wochenende am Flughafen fest.

FLUGHAFEN MÜNCHEN Auf dem Weg nach Rumänien musste ein Fluggast am 25. August (Freitag) vorerst einen Zwischenstopp auf der Dienststelle der Bundespolizei am Flughafen München einlegen. Bei der Ausreise des 46-jährigen Deutschen nach Sibiu stellten die Beamten fest, dass gegen ihn insgesamt fünf Fahndungsausschreibungen zur Festnahme vorlagen. Die Vollstreckungshaftbefehle der Staatsanwaltschaft Deggendorf bestanden in allen Fällen wegen Ordnungswidrigkeiten. Hier waren entweder 495,50 Euro oder 13 Tage Haft fällig. Seine Reise nach Rumänien konnte der Mann erst fortsetzen, nachdem er die Strafe bezahlt hatte.

Einen Tag später, am Samstag, sollte die Reise für einen Deutschen nach Antalya gehen. Bei der fahndungsmäßigen Überprüfung des Mannes entdeckten die Bundespolizisten einen Haftbefehl wegen versuchten Betruges. Offen war noch eine Strafe von 100 Euro, die ersatzweise mit einem Tag Haft abgegolten werden konnte. Der 51-Jährige entschied sich, die Geldstrafe zu begleichen. Erst dann durfte er in die Türkei ausreisen.

Nicht so glücklich verlief die Einreise eines 62-jährigen Briten am Sonntag. Auch bei dieser grenzpolizeilichen Kontrolle stellten die Münchner Bundespolizisten eine Ausschreibung zur Strafvollstreckung fest. Gegen den Mann lag ein Haftbefehl der Staatsanwaltschaft Potsdam wegen Trunkenheit im Straßenverkehr vor. Zu begleichen war eine Geldstrafe in Höhe von 1.418,58 Euro, sonst drohten 40 Tage Haft. Da der britische Staatsangehörige den geforderten Betrag nicht aufbringen konnte, lieferten ihn die Beamten in eine Justizvollzugsanstalt ein. Ein längerer Aufenthalt hinter schwedischen Gardinen blieb dem Mann aber erspart. Wie die Berliner Kollegen der Bundespolizei Flughafen München noch am selben Nachmittag mitteilten, hatte nun ein Bekannter des Briten die Zahlung der Strafe übernommen.


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