14.11.2017, 14:17 Uhr

Hamburg (AFP) Wiedereröffnung des Hamburger Fernsehturms für Besucher rückt näher

Der Fernsehturm überragt die Hansestadt. Quelle: dpa/AFP/Archiv/Christophe Gateau (Foto: dpa/AFP/Archiv/Christophe Gateau)Der Fernsehturm überragt die Hansestadt. Quelle: dpa/AFP/Archiv/Christophe Gateau (Foto: dpa/AFP/Archiv/Christophe Gateau)

Wahrzeichen seit 2001 geschlossen - Bund und Stadt finanzieren Sanierung

Die Wiedereröffnung des Hamburger Fernsehturms für Besucher rückt näher. Wie die Kulturbehörde der Hansestadt am Dienstag mitteilte, einigten sich Stadt, Bund und Turmbetreiber auf die Modalitäten der Sanierung. Der 279 Meter hohe Heinrich-Hertz-Turm ist eines der Wahrzeichen Hamburgs, die öffentlich zugänglichen Plattformen sind allerdings seit 2001 geschlossen.

Vor einer Wiedereröffnung müssen die Besucherbereiche in rund 130 Metern Höhe saniert werden, nötig sind außerdem aufwändige Umbauten an Schaft und Aufzügen des denkmalgeschützten Gebäudes. Es wurde 2001 wegen Asbestsanierung und Brandschutzmängeln für die Öffentlichkeit geschlossen, danach fanden sich keine neuen Mieter. Mehrere Versuche der Wiederbelebung scheiterten.

Neuer Schwung entstand im vorigen Jahr durch die Bereitstellung von 18,5 Millionen Euro aus Denkmalfördertöpfen des Bundes. Die Zahlung ist aber an die Voraussetzung geknüpft, dass Hamburg Kosten in gleicher Höhe übernimmt. Dies wurde nach Angaben der Kulturbehörde nun vertraglich fixiert. Formell muss allerdings auch noch die Bürgerschaft der Hansestadt das Vorhaben absegnen.

Parallel einigten sich Bund und Stadt mit dem Turmbetreiber, der Deutschen Funkturm, auf wichtige Einzelheiten der vorgesehenen Sanierungsmaßnahmen. Das Unternehmen verpflichtet sich, den Turm mindestens 20 Jahre zu öffnen und einen geeigneten Betreiber für die öffentlichen Bereiche zu suchen. An den laufenden Kosten des Betriebs werden sich Stadt und Bund dabei nicht beteiligen.

Der nach dem Hamburger Physiker Heinrich Hertz benannte Turm war 1968 eröffnet worden und mit seinen zwei übereinander liegenden Aussichts- und Restaurantplattformen ein beliebtes Ausflugsziel für Hamburger und Touristen. Er dient bis heute aber weiterhin als zentraler Antennenturm etwa der Mobilfunkversorgung. Die Deutsche Funkturm ist eine Tochterfirma der Deutschen Telekom. Diese bündelt in dem Unternehmen ihr Funkstandortgeschäft.


0 Kommentare