10.09.2010, 11:53 Uhr

Wanderer tot auf der Almweide aufgefunden Beim Brombeerpflücken gestorben

Ein 72-jähriger Bergwanderer aus Bad Reichenhall ist am Donnerstagnachmittag, 9. September, tot auf einer Almwiese oberhalb der Padinger Alm aufgefunden worden. Den bisherigen Ermittlungen der Kripo Traunstein zufolge wurde der Mann beim Brombeerpflücken auf der Weide möglicherweise von einem Stier und mehreren Ochsen angegriffen. Die Einsatzkräfte von Bergwacht, BRK-Rettungsdienst und Polizei konnten ihm nicht mehr helfen. Eine Obduktion soll nun die genaue Todesursache klären.

BAD REICHENHALL Der 72-Jährige war am Vormittag, gegen 11 Uhr zum Brombeerpflücken im Bereich der Padinger Alm aufgebrochen. Als er nachmittags um 15 Uhr noch immer nicht zurückgekehrt war, verständigten die Angehörigen die Polizei. Um 15.55 Uhr alarmiere die Integrierte Leitstelle Traunstein die Bergwachten Bad Reichenhall und Teisendorf-Anger, um die Beamten bei der Suche nach dem Reichenhaller zu unterstützten, woraufhin zehn Bergretter und ein Suchhund ausrückten. Gegen 16.15 Uhr fand ein Polizeidiensthundeführer den leblosen 72-Jährigen am Waldrand oberhalb der Padinger Alm innerhalb eines Weidezauns zwischen Brombeerbüschen. Sofort wurden der Reichenhaller Notarzt und ein Rettungswagen des Roten Kreuzes nachgefordert, die Dank Allradantrieb über die Forststraße direkt bis zum Patienten anfahren, aber nur noch den Tod des Mannes feststellen konnten.

Die Sachbearbeitung zur Klärung der Unfallursache hat die Kripo Traunstein übernommen. Den bisherigen Ermittlungen zufolge besteht die Möglichkeit, dass der Mann von den auf der Weide befindlichen Ochsen und einem Stier angegriffen wurde und zu Tode gekommen ist. Gesicherte Erkenntnisse soll nun eine Obduktion der Leiche bringen, die am Freitag im Institut der Rechtsmedizin in München durchgeführt wird. Hinweise auf ein Gewaltverbrechen liegen laut Polizei bislang nicht vor.

Drei Einsatzkräfte der Bergwacht warteten mit der Polizei auf die Kripo-Beamten; die restlichen Rettungskräfte konnten wieder abrücken. Um 18.30 Uhr war der Einsatz für die Bergwacht beendet. Das Kriseninterventionsteam des Roten Kreuzes kümmerte sich um die Angehörigen des Verstorbenen.


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