21.09.2010, 12:20 Uhr

Zeichen für Zivilcourage Karate für Anfänger

Der SV Gendorf-Burgkirchen startet einen Kurs für Karate-Neueinsteiger. Motto: Zivilcourage, was tun, wenn es ernst wird?

BURGKIRCHEN Ein Zeichen gegen das Wegschauen: Der SV Gendorf-Burgkirchen startet am Mittwoch, 6. Oktober, 19.30 Uhr einen Kurs für Karate-Neueinsteiger, unter dem Motto: Zivilcourage, was tun, wenn es ernst wird?! Der Kurs beginnt mit einer Karate-Demo in der Schulturnhalle Burgkirchen-Holzen (Kurs bis Ostern 2011).

Mitglieder der Karateabteilung des SVGB erklären hier, warum sie Karate machen und was das mit Zivilcourage zu tun hat. Klaus Pfeiffer (54) aus Holzen, Abteilungsleiter: „Es war schon immer mein Jugendtraum, Karate zu machen. Der ganze Körper wird trainiert, und man findet zur inneren Ruhe. Eleganz und Präzision im Karate sind einzigartig. Es fasziniert mich immer noch, die ganze Kraft in einen einzigen Schlag konzentrieren zu können. Das langjährige Training verleiht mir eine Ausstrahlung, dass sich kein Schläger an mich ran traut und ich in der Lage bin im Ernstfall Zivilcourage zu beweisen.”

Sabrina Sandor (28) aus Neuötting, Karateschülerin: „Karate ist nicht so einseitig, wie manch andere Sportart, es wird alles trainiert – auch der Geist – und es macht Spaß. Wenn ich von der Arbeit nach Hause gehe, bin ich oft alleine im Dunkeln unterwegs. Ich fühle mich sicherer, wenn ich weiß, dass ich mich selbst verteidigen kann. Karate gibt mir das Selbstbewusstsein und den Mut im Ernstfall auch anderen zu helfen.”

Detlef Reichardt (54) aus Emmerting, Selbstverteidigungs-lehrer: „Der gesundheitliche Aspekt ist nicht zu unterschätzen. Das Karatetraining ist so ausgewogen, dass es mir bei meinen Rückenproblemen geholfen hat. Zum Glück musste ich noch nie meine Kenntnisse der Selbstverteidigung im Ernstfall anwenden. Wichtiger ist, einen Konflikt friedlich und freundschaftlich zu lösen. Das hab ich durch das Karate gelernt. Da ich mich schon immer gern für andere eingesetzt habe, würde ich meine Karatekenntnisse einsetzen, wenn ich damit helfen kann.”

Verena Neudecker (29) aus Kastl, Übungsleiterin: „Zivilcourage zu zeigen, sollte eigentlich für jeden selbstverständlich sein. Karate hilft mir das Vertrauen in meine eigenen Fähigkeiten zu stärken. Es ist nicht nur ein Sport, bei dem man körperlich fit wird, sondern es wird auch die Persönlichkeit geschult. Bei vielen anderen Kampfsportarten wird die Nähe zum Gegner gesucht, was für mich als Frau unvorteilhaft sein kann. Beim Karate setzt man auf Distanz und darauf, den Gegner mit nur einer gezielten Technik auszuschalten. Zu wissen, mich dadurch selbst verteidigen zu können, finde ich gut.”

Marc Brandl (44) aus Hirten, Kursleiter: „Ich habe noch keinen getroffen, der gesagt hätte, Zivilcourage kommt für mich nicht in Frage. Aber im Ernstfall haben die meisten einfach Angst und das zu Recht. Wer will schon als friedliebender Bürger in eine Schlägerei verwickelt werden? Ich finde am Karate gut, dass man lernt, respektvoll und freundschaftlich miteinander umzugehen. Mir gefällt die Perfektion dieser Sportart, sowie die Schulung der Selbst- und Körperbeherrschung. Das kann helfen die Angst zu überwinden und wenn es ernst wird, auch Zivilcourage zu zeigen.”

Der Neueinsteigerkurs für alle ab 14 Jahren vermittelt Grundlagen der Körperbeherrschung, Selbst- und Fremdeinschätzung, Karatetechniken und Selbstverteidigung (ohne Voraussetzung an die Grundfitness). Da die Teilnehmerzahl begrenzt ist, wird um baldige Anmeldung gebeten! Anmeldung und Info unter Tel. (0177) 9171408 oder (0151) 16554360.


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