08.09.2017, 09:03 Uhr

Münchner begutachten Bäume Zwei Tannen sind erste Wahl

Foto: BTG (Foto:Schmid)Foto: BTG (Foto:Schmid)

Am 8. November wird der Burghauser Christbaum am Marienplatz aufgestellt

BURGHAUSEN/MÜNCHEN Was mit einem Schreiben von Burghausens Bürgermeister Hans Steindl an den damaligen Leiter der Protokollabteilung im Münchner Rathaus, Münchens Christbaumbeauftragten und Namensvetter Hans Steindl, im Februar 2003 begann, wird immer konkreter: Damals hat sich das Burghauser Stadtoberhaupt um die Spende des Christbaums für den Marienplatz beworben, im vergangenen Jahr schließlich – 13 Jahre später - kam die Zusage, dass Burghausen 2017 den Baum spenden darf.

Eine kleine Delegation der Stadt Burghausen war 2016 auf dem Rathausbalkon dabei, als Oberbürgermeister Dieter Reiter den Münchner Christkindlmarkt eröffnet, um erste Erfahrungen als Spendergemeinde zu sammeln. Bis 2034 sind die Christbaum- Spendergemeinden bereits festgeschrieben. Etwa 165 Christkindlmarkt-Stände werden rund um den Baum am Marienplatz aufgebaut und mehrere Millionen Besucher über die gesamte Vorweihnachtszeit erwartet.

Schon 2016 war klar, die Münchner sind sehr kritisch was den Christbaum angeht. Folgende Auflagen gilt es zu erfüllen: Tanne (oder Fichte), ca. 25 bis 27 Meter hoch, schön im Wuchs und einfach aus seiner natürlichen Umgebung zu entfernen. „Eine echte Herausforderung“, wie Sarah Freudlsperger vom städtischen Umweltamt heute weiß. Sie hat sich im Januar sofort auf die Suche gemacht. „Das Problem ist, dass ein Baum, der mitten im Wald steht, nicht gleichmäßig gewachsen ist, weil er nicht frei steht und auch kaum zu entfernen wäre, ohne eine große Schneise zu schlagen“, so Freundlsperger.

Mehrere Zeitungsartikel riefen Bürger dazu auf, die Augen nach dem perfekten Baum offen zu halten und ein paar Hinweise folgten. Am Dienstag nun, 5. September, kam die Christbaumkommission aus München mit der aktuellen Direktorin der Protokollabteilung, Gabriele Höber, sowie ihr Kollege Dureed Motamed-Fard vom Referat für Arbeit und Wirtschaft, zuständig für den Christkindlmarkt am Marienplatz, um die Burghauser Bäume zu inspizieren. „Wir haben fünf potentielle Christbäume präsentiert, zwei sind in der engeren Wahl“, erklären Sarah Freudlsperger und Sigrid Resch, Geschäftsführerin der Burghauser Touristik GmbH.

Unterstützt wurden die Christbaum-Beauftragten von Landschaftsbauer Rochus Doblander, der auch Anfang November bei der Fällung des Baums dabei ist. Er wird zusammen mit der Firma Wimmer, die als Unterstützung den Transport gratis übernimmt, zum Gelingen der „Mission Christbaum“ beitragen. Beim Ortstermin in den Burghauser Wäldern und Forsten konnte das Team der Stadt Burghausen zudem diverse Details mit Gabriele Höber und Dureed Motamed-Fard besprechen. Da beide noch nie in Burghausen waren, nutzten die Touristiker die Chance, ihnen Burghausen und ihr Wahrzeichen, die weltlängste Burg, näher zu bringen. „Vom Aussichtspunkt in Österreich hat man den schönsten Blick auf Burg und Altstadt. Hier kann man die Burg in ihrer gesamten Länge, wie sie sich über der malerischen Altstadt thront, am besten erfassen. Dieser Blick hat auch bei den Münchner Kollegen einen bleibenden Eindruck hinterlassen“, freut sich Sigrid Resch.

Das Team der Touristik hat federführend die Organisation des Verkaufsstands im Innenhof des Münchner Rathauses mit Präsentationsfläche für die Stadt inne. Die Spende des Christbaums ist damit verbunden. Burghauser Vereine betreuen den Glühweinausschank.


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