Wochenblatt
22.05.2012

Berlin (AFP)

Verbraucher können dreisteste Werbelüge wählen

Die Verbraucherschutzorganisation Foodwatch sucht erneut die dreisteste Werbelüge des Jahres. Auf der Internetseite www.abgespeist.de können Verbraucher bis Mitte Juni darüber abstimmen, welches Produkt den "Goldenen Windbeutel" bekommt.
Foto: © 2012 AFP Foodwatch nominiert Produkte für "Goldenen Windbeutel"
Die Verbraucherschutzorganisation Foodwatch sucht erneut die dreisteste Werbelüge des Jahres. Auf der Internetseite www.abgespeist.de können Verbraucher bis Mitte Juni darüber abstimmen, welches Produkt den "Goldenen Windbeutel" bekommt.

Die Verbraucherschutzorganisation Foodwatch sucht erneut die dreisteste Werbelüge des Jahres. Auf der Internetseite www.abgespeist.de können Verbraucher bis Mitte Juni darüber abstimmen, welches Produkt den "Goldenen Windbeutel" bekommt, wie Foodwatch in Berlin mitteilte. Die Verbraucherorganisation stellte dafür fünf Produkte zur Auswahl. Der "Goldene Windbeutel" wird bereits zum vierten Mal vergeben.

In diesem Jahr nominierte Foodwatch unter anderem die laut Werbung den Cholesterinspiegel senkende Margarine "Becel pro-activ" von Unilever. Grund dafür sollen Pflanzensterine sein. Trotz aller Hinweise auf Risiken und Nebenwirkungen sowie völlig unklarer Langzeitfolgen verkaufe Unilever das Produkt frei im Supermarkt, kritisierte Foodwatch. Die Organisation bezeichnete die Margarine als "Medikament zum Aufs-Brot-Schmieren".

Auf die Nominierungsliste kam zudem der Tee "Landlust Mirabelle & Birne" von Teekanne. Dieses Produkt sei ein Standard-Industrie-Früchtetee, der nur teurer verkauft werde, erklärte Foodwatch. Das "Viva Vital Hackfleisch" von Netto ist den Verbraucherschützern zufolge mit Wasser gestreckt. 30 Prozent Fleisch würden durch mithilfe von Weizen schnittfest gemachtes Wasser ersetzt. Der Werbehinweis "30 Prozent weniger Fett" sei damit eine logische Folge des Streckens und rechtfertige nicht den Preisaufschlag von mehr als 30 Prozent.

Zu den nominierten Produkten gehört zudem "Clausthaler Classic" von Radeberger. Das "alkoholfreie" Bier enthält laut Foodwatch 0,45 Volumen-Prozent Alkohol. Das Bier werde deshalb in anderen Ländern auch als "alkoholarmes" Bier gekennzeichnet. Als Werbelüge sehen die Verbraucherschützer auch die für Kleinkinder beworbenen "Instant-Tees Waldfrüchte und Apfel Melisse" von Hipp. Die Tees brächten es pro 200-Milliliter-Tasse auf umgerechnet zweieinhalb Stück Würfelzucker.

Autor: Berlin (AFP)

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