Wochenblatt
26.10.2012

Berlin (AFP)

Unangekündigte Preiserhöhung bei Apple empört Verlage

Mit Empörung haben deutsche Verlage auf eine unangekündigte Preiserhöhung des US-Technologiekonzerns Apple für Apps reagiert. Auf dem deutschen Markt seien mindestens 200 Zeitungs-Apps für Apple-Geräte betroffen.
Foto: © 2012 AFP Apple erhöht Preise für Apps
Mit Empörung haben deutsche Verlage auf eine unangekündigte Preiserhöhung des US-Technologiekonzerns Apple für Apps reagiert. Auf dem deutschen Markt seien mindestens 200 Zeitungs-Apps für Apple-Geräte betroffen.

Mit Empörung haben deutsche Verlage auf eine unangekündigte Preiserhöhung des US-Technologiekonzerns Apple für Apps reagiert. Apple habe "in einer Nacht-und-Nebel-Aktion" die Preise im App-Store um zehn Prozent erhöht und Verlage und Leser vor vollendete Tatsachen gestellt, sagte ein Sprecher vom Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger (BDZV) der Nachrichtenagentur AFP. Auf dem deutschen Markt seien mindestens 200 Zeitungs-Apps für Apple-Geräte betroffen.

Laut "Spiegel Online" erhöhte Apple die Euro-Preise für Apps in der Nacht zum Freitag, informierte die Vertragspartner aber erst nachträglich in einer E-Mail mit neuen Vertragsbedingungen. Dem Bericht zufolge kostet eine App, die bisher 79 Cent kostete, nun 89 Cent. Eine "Spiegel"-Ausgabe kostet im App-Store nun 4,49 Euro statt wie bisher 3,99 Euro. Für Apps, die im normalen Internet oder über Geräte mit dem Betriebssystem Android gekauft werden, ändert sich der Preis nicht.

"Bedauerlicherweise hat uns Apple im Vorfeld nicht informiert", erklärte der Geschäftsführer von "Zeit Online", Christian Röpke. "Für eine vertrauensvolle Zusammenarbeit wäre das aber natürlich eine Grundvoraussetzung." Die "Zeit" befinde sich im intensiven Gespräch mit Apple und werde in den nächsten Tagen entscheiden, wie sie auf die Preiserhöhung reagieren werde. Mit dem Preis herunterzugehen, würde aber "einen deutlichen Abschlag gegenüber dem Kiosk-Preis bedeuten".

"Das ist kein fairer Umgang mit Geschäftspartnern", kritisierte der BDZV-Sprecher. Das Vorgehen von Apple "zeigt aber mal wieder, dass sich die Verlage nach anderen Geschäftspartnern umsehen müssen." Die Marktmacht von Apple sei groß, aber mit Amazon und seinem Tabletcomputer Kindle sowie dem Google-Betriebssystem Android etablierten sich zwei große Konkurrenten am Markt, "die sich in Kundenbeziehungen auch anders verhalten".

Offenbar wegen hoher Nachfrage verlängert Apple derweil die Lieferfrist für die Mini-Version des iPad, das nächste Woche auch in Deutschland auf den Markt kommen soll. Die Auslieferung der Wifi-Version des iPad mini werde sich um zwei Wochen verzögern, erklärten die Online-Geschäfte von Apple in Deutschland, Frankreich und Großbritannien . Seit Freitag nimmt Apple Vorbestellungen für das neue Gerät an, mit dem sich der Konzern der wachsenden Konkurrenz im Tablet-Computer-Markt stellt.

Das erst am Dienstag im kalifornischen San José präsentierte Gerät ist handlicher und leichter als das Original. Nach Angaben von Apple soll das iPad mini nächste Woche auch in Deutschland auf den Markt kommen und ab einem Preis von 329 Euro erhältlich sein. Die Mini-Ausgabe hat eine Bildschirmdiagonale von 7,9 Zoll, verglichen mit 9,7 Zoll beim großen Tablet-Bruder. Das Gerät ist 7,2 Millimeter dünn und nur 308 Gramm schwer.

Autor: Berlin (AFP)

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