08.12.2016 Nürnberg

Urteil des Amtsgerichts Nürnberg

Taubenfüttern kann außerordentliche Kündigung des Vermieters rechtfertigen

Taube, Tauben
Foto: 123rf
Das Amtsgericht Nürnberg hat entschieden, dass der Vermieter berechtigt ist, das Mietverhältnis außerordentlich zu kündigen, wenn der Mieter trotz mehrfacher Abmahnung das Füttern von Tauben aus dem Fenster seiner Mietwoh-nung nicht einstellt.

Der Beklagte hatte vom Kläger in dessen Wohnanwesen in Nürnberg im vierten Obergeschoss eine Wohnung angemietet. Nachdem der Beklagte mehrfach täglich aus seinem Fenster Tauben gefüttert und dabei jeweils um die 30 Tauben angelockt hatte, forderte ihn der Kläger auf, das Füttern künftig zu unterlassen. Der Beklagte setzte das Füttern der Tauben jedoch fort, sodass der Kläger das Mietverhältnis schließlich außerordentlich kündigte.

 

Das Amtsgericht Nürnberg hielt die Kündigung für gerechtfertigt (Urteil des Amtsgerichts Nürnberg vom 8. April 2016, Az. 14 C 7772/15). Das Verhalten des Beklagten, der an sieben Tagen mehrmals täglich Tauben fütterte, stellt nach der Auffassung des Gerichts eine erhebliche nachhaltige Pflichtverletzung dar, aufgrund wel-cher der Kläger das Mietverhältnis durch außerordentliche Kündigung beenden durf-te. Das Gericht zeigte sich nach der durchgeführten Beweisaufnahme davon überzeugt, dass der Beklagte durch sein Verhalten den Hausfrieden in dem Wohnanwe-sen nachhaltig gestört habe. Auch Nachbarn waren bereits an den Kläger herange-treten und hatten von diesem verlangt, das Füttern der Tauben zu unterbinden. Der Beklagte reagierte trotz zahlreicher Aufforderungen und auch auf eine bereits zuvor ausgesprochene Kündigung des Klägers nicht, so dass dieser außerordentlich kündigen durfte. Der Beklagte legte gegen dieses Urteil zunächst Berufung beim Landgericht Nürnberg-Fürth (Az. 7 S 3556/16) ein und begründete diese vor allem mit formellen Mängeln der Kündigung. Nachdem das Landgericht ihn darauf hingewiesen hatte, dass die Berufung keine Aussicht auf Erfolg haben wird, nahm der Beklagte sein Rechtsmittel zurück. Das Urteil ist rechtskräftig.
 

Autor: pm / uh

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