Wochenblatt
28.03.2012

Potsdam (AFP)

Tarifverhandlungen im öffentlichen Dienst unterbrochen

Die Lohnentwicklung im öffentlichen Dienst hinkt der in der Gesamtwirtschaft seit Jahren hinterher.
Foto: © 2012 AFP Öffentlicher Dienst
Im Tarifstreit des öffentlichen Dienst hat die entscheidende dritte Tarifrunde begonnen. Nachdem die Gespräche am Mittwoch ergebnislos verliefen, soll nun am Donnerstag weiterverhandelt werden.

Die Tarifverhandlungen für die gut zwei Millionen Beschäftigten des Bundes und der Kommunen sind am Abend unterbrochen worden. Ein Sprecher der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi sagte in Potsdam, am Donnerstag sei eine Fortsetzung der Tarifrunde mit den Arbeitgebern geplant.

Die Tarifgespräche, die am Nachmittag begonnen hatten, waren zunächst ohne erkennbare Annäherung geblieben. Bund und Kommunen hatten ihr Arbeitgeberangebot von insgesamt 3,3 Prozent für eine Laufzeit von zwei Jahren nach Gewerkschaftsangaben nicht nachgebessert. Die Gewerkschaften verlangen 6,5 Prozent für eine Laufzeit von 12 Monaten, mindestens jedoch monatlich 200 Euro mehr.

Verdi-Chef Frank Bsirske zeigte sich skeptisch und bewertete die Erfolgsaussichten mit "50:50". Er hoffe sehr, dass die Arbeitgeber "die Signale aus den Betrieben verstanden haben", sagte er mit Blick auf die jüngsten Warnstreiks. Viele der gut zwei Millionen Angestellten bei Bund und Kommunen seien der Auffassung, dass es so wie in den vergangenen Jahren mit Reallohnverlusten nicht weitergehen könne. Sollten die Gespräche nicht zu einem akzeptablen Ergebnis führen, werde es nach Ostern Urabstimmung und bundesweite Streiks geben.

Der Hauptgeschäftsführer des Deutschen Städtetages, Stephan Articus, sagte der "Passauer Neue Presse", es sei genug gestreikt worden. Die Geduld der Bürger dürfe nicht überstrapaziert werden.

Autor: Potsdam (AFP)

Das könnte Sie auch interessieren

Blaulicht

35-Jährige droht mit Suizid

Straubingerin kündigt bei Facebook Selbstmord an - Großeinsatz der Polizei

Großfahnung der Straubinger Polizei: Eine Straubingerin hat im Internet angedroht, sich umzubringen. mehr ...

Unfall in der Neuen Bergstraße

Landshut: Fußgängerin von Auto erfasst

In der Neuen Bergstraße (B15) ist es am Donnerstagvormittag zu einem Unfall zwischen einem PKW und einer Fußgängerin gekommen. mehr ...

mehr Bilder ansehen
Jonathan Frisch

So tapfer hat der Vilshofener Bub gekämpft:

Der kleine Held Jonathan sagt Lebewohl!

Der Sandbacher Sonnenschein Jonathan Frisch ist am Dienstag Abend, 9. Februar, an den Folgen seiner Krebserkrankung verstorben – 16 Tage nach seinem 5. Geburtstag. mehr ...

Autos demoliert Laberweinting

In Laberweinting

Asylbewerber demolieren mehrere Fahrzeuge

Asylbewerber haben in Laberweinting (Landkreis Straubing-Bogen) gleich mehrere Fahrzeuge demoliert. mehr ...

Integrationsgespräch "Asyl": Ulrike Schmid (Geschäftsführerin der Volkshochschule Regensburger Land), Dr. Gaby von Rhein (Leiterin der Freiwilligenagentur des Landkreises), Karl Mooser (Leiter der Sozialabteilung am Landratsamt Regensburg), Landrätin Tanja Schweiger, Dr. Thomas Thaller (Abteilungsleiter Asylunterbringung am Landratsamt Regensburg),, Martin Laumer (Leiter des Sozialamtes am Landratsamt Regensburg), Ronald Gössl (Agentur für Arbeit) und Stefan Stelzer (Leiter der Abteilung Öffentliche Sicherheit und Ordnung am Landratsamt Regensburg).

Politik

Eklat im Landratsamt: Flüchtlingskrise bringt Bürgermeister auf die Barrikaden

Normalerweise treffen sich die Bürgermeister des Landkreises zum Kaffeetrinken im Landratsamt. Doch diesmal war alles anders: Die Flüchtlingskrise führte zu einem Eklat. mehr ...

Von Heute auf Morgen

Von Heute auf Morgen

Viele ältere Menschen wehren sich vehement gegen ein Altersheim. Sie verbinden es mit Abschiebung und Verlust der geliebten Umgebung. In solchen Fällen können Angehörige die sogenannte Spitex zu Hilfe ziehen, die den Alltag der Menschen meistert. So auch bei Elisabeth Willen, Monique Hofmann, Silvan Jeker und Anny Fröhlich. Sie alle haben mit dem Verlust der Autonomie zu kämpfen und wollen solange wie möglich in ihrem Zuhause bleiben. mehr ...