Wochenblatt
20.07.2012

Moskau (AFP)

Russische Punk-Band Pussy Riot erscheint vor Gericht

Die drei seit mehr als vier Monaten inhaftierten Mitglieder der russischen Punk-Band Pussy Riot sind erstmals einem Gericht vorgeführt worden. Begleitet von hohem Medieninteresse wurden die jungen Frauen in einem Moskauer Gerichtssaal in den für Angeklagte vorgesehenen Käfig gesperrt.
Foto: © 2012 AFP Mitglieder der Band Pussy Riot
Drei Mitglieder der russischen Frauen-Punkband Pussy Riot sind erstmals einem Gericht vorgeführt worden. Begleitet von hohem Medieninteresse wurden die Frauen in einem Moskauer Gerichtssaal in den für Angeklagte vorgesehenen Käfig gesperrt.

Die drei seit mehr als vier Monaten inhaftierten Mitglieder der russischen Punk-Band Pussy Riot sind erstmals einem Gericht vorgeführt worden. Begleitet von hohem Medieninteresse wurden die jungen Frauen in einem Moskauer Gerichtssaal in den für Angeklagte vorgesehenen Käfig gesperrt. Ihnen wird wegen einer Protestaktion gegen Präsident Wladimir Putin "Rowdytum" vorgeworfen, das mit bis zu sieben Jahren Haft bestraft werden kann. Die Anhörung soll klären, wann der Prozess gegen sie beginnt und ob dieser öffentlich oder hinter verschlossenen Türen stattfindet.

Die Band Pussy Riot hatte im Februar in der Moskauer Christ-Erlöser-Kathedrale ein "Punk-Gebet" gegen Putin gesungen, der damals als Ministerpräsident noch vor seiner Rückkehr in den Kreml stand. An der Aktion waren mehrere Mitglieder der Gruppe beteiligt. Drei von ihnen wurden im März festgenommen. Die Inhaftierung von Nadeschda Tolokonnikowa, Jekaterina Samuzewitsch und Marina Alechina sorgte seither für heftige Proteste. Mehr als hundert prominente russische Schauspieler, Regisseure und Musiker forderten vergangenen Monat ihre Freilassung.

Die Band hatte in den vergangenen Monaten mehrere spontane Protestkonzerte gegen den Kreml abgehalten, unter anderem auf dem Roten Platz. Bei ihren Auftritten tragen die Sängerinnen immer Strickhauben, die ihre Gesichter verdecken.

Autor: Moskau (AFP)

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