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30.06.2012

Hongkong (AFP)

Proteste gegen Besuch von Chinas Präsident in Hongkong

Am Rande eines Besuchs von Chinas Präsident Hu Jintao in Hongkong ist die Polizei mit Pfefferspray gegen Demonstranten vorgegangen. In der südchinesischen Metropole, die am Sonntag den 15. Jahrestag ihrer Rückgabe an China feiert, versammelten sich hunderte Demonstranten vor Hus Hotel. Sie protestierten dort mit Sprechchören und einem Transparent anlässlich des den mysteriösen Todes des chinesischen Dissidenten Li Wangyang.
Foto: © 2012 AFP Proteste in Hongkong
Am Rande eines Besuchs von Chinas Präsident Hu Jintao in Hongkong ist die Polizei mit Pfefferspray gegen Demonstranten vorgegangen. Sie protestierten dort anlässlich des mysteriösen Todes eines chinesischen Dissidenten.

Am Rande eines Besuchs von Chinas Präsident Hu Jintao in Hongkong ist die Polizei mit Pfefferspray gegen Demonstranten vorgegangen. In der südchinesischen Metropole, die am Sonntag den 15. Jahrestag ihrer Rückgabe an China feiert, versammelten sich hunderte Demonstranten vor Hus Hotel. Sie protestierten dort mit Sprechchören und einem Transparent anlässlich des den mysteriösen Todes des chinesischen Dissidenten Li Wangyang. Als eine Gruppe von Demonstranten versuchte, Absperrungen zu durchbrechen, setzten die Beamten Pfefferspray ein. Zwei Menschen wurden festgenommen.

Li zählt zu den Aktivisten der Demokratiebewegung, die 1989 auf dem Tiananmen-Platz in Peking brutal niedergeschlagen wurde. Der Dissident verbrachte mehr als 20 Jahre in Haft. Anfang Juni wurde er tot in einem Krankenhauszimmer im zentralchinesischen Shaoyang aufgefunden. Unterstützer hatten angegeben, dass der 62-Jährige von Wachleuten in dem Krankenhaus zu Tode geprügelt worden sein könnte.

Hongkong wurde nach 155 Jahren britischer Herrschaft am 1. Juli 1997 an China zurückgegeben, verfügt allerdings in der Volksrepublik über begrenzte Autonomie. Am Sonntag wird Hu an der Amtseinführung des Unternehmers Leung Chun Ying zum neuen Regierungschef der Metropole teilnehmen.

Am Samstagabend demonstrierten in Hongkong rund 300 Demokratieaktivsten für freie Wahlen. In Hongkong wird der Regierungschef nicht direkt vom Volk, sondern von den 1200 Mitgliedern eines Wahlgremiums gewählt. Für 2017 hat Peking direkte Wahlen versprochen, allerdings will sich die chinesische Regierung das Recht vorbehalten, Einspruch gegen Kandidaten zu erheben.

Autor: Hongkong (AFP)