22.05.2012 Schweden

Gefahr der Sonne verharmlost:

Photoshop-Bräune des H&M-Models in der Kritik


Sie sind sexy, sie sind knackig und sie sind dunkel gebräunt. Die Models, mit denen der Bekleidungskonzern H&M für seine neue Sommerkollektion wirbt, sind auf den ersten Blick definitiv ein Blickfang. Doch nun regt sich Unmut über die "verbrannte" Haut.

So übt zum Beispiel die Organisation "Swedish Cancer Society" Kritik an der übermäßig gebräunten Haut des Models. Wie horizont.net berichtet, wirft die Organisation H&M vor, "die Gefahren von Hautkrebs durch zu starkes Sonnen zu verharmlosen". Gerade den jungen Kundinnen werde so ein falsches Bild vermittelt, ebenfalls so braun sein zu müssen. Der Einwand, das Model sei Brasilianerin und deshalb von Natur aus bräuner als andere, wollen die Gesundheitschützer nicht gelten lassen, zumal mit Photoshop nachgebräunt worden ist: "Ganz egal, wo das H&M-Model seine Bräune her hat, der Effekt ist derselbe: H&M sagt uns, dass wir uns am Strand sonnen sollten", so eine Sprecherin der "Swedish Cancer Society".

 

H&M indes wehrt sich gegen die Vorwürfe: „Mit unserer Kampagne möchten wir unsere aktuellen Bademodentrends vorstellen, jedoch kein Ideal transportieren“, so der Konzern gegenüber horizont.net. Auch die Welt berichtet online über die Werbekampagne. H&M habe sich mittlerweile für die Kampagne entschuldigt. "Es war nicht unsere Absicht, für ein bestimmtes Ideal zu werben oder zu gefährlichem Handeln anzuregen", so der Bekleidungskonzern.

 

Mittlerweile sind die kritisierten Fotos zwar von der H&M-Homepage verschwunden, die neuen Bilder (unser Foto) sehen aber wieder so aus, als ob hier in Sachen Bräune ordentlich nachgeholfen worden wäre. Es dürfte also fraglich sein, ob es der Konzern mit seiner Entschuldigung wirklich ernst meint.
 

Autor: Ursula Hildebrand

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