02.11.2012

München/Bochum (AFP)

Offenbar keine Spendenvereinbarung bei Rede Steinbrücks

Im Streit um eine Geldzahlung der Bochumer Stadtwerke an SPD-Kanzlerkandidat Steinbrück gibt es der "SZ" zufolge keinen Hinweis auf eine Spendenvereinbarung. Die Stadtwerke hatten erklärt, der Geldbetrag sei von Anfang an als Spende gedacht gewesen. (Archivbild)
Foto: © 2012 AFP Offenbar keine Spendenvereinbarung bei Rede Steinbrücks
Im Streit um eine Geldzahlung der Bochumer Stadtwerke an SPD-Kanzlerkandidat Steinbrück gibt es der "SZ" zufolge keinen Hinweis auf eine Spendenvereinbarung. Die Stadtwerke hatten erklärt, der Geldbetrag sei von Anfang an als Spende gedacht gewesen.

Die Vorwürfe gegen SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück im Zusammenhang mit einem Auftritt bei einer Veranstaltung der Stadtwerke Bochum sind einem Bericht zufolge haltlos. Im gesamten Schriftwechsel Steinbrücks mit der Medienagentur für den Auftritt gebe es keinen Hinweis auf eine Spendenvereinbarung, berichtete die "Süddeutsche Zeitung". Dagegen hatten die Bochumer Stadtwerke erklärt, die Steinbrück gezahlten 25.000 Euro seien von vorneherein als Spende für eine gemeinnützige Organisation gedacht gewesen und nicht als Vortragshonorar.

Die Zahlung für den Auftritt in Bochum war in Steinbrücks Honoraraufstellung vermerkt, die er selbst am Dienstag veröffentlicht hatte. Demnach erhielt er für die "Teilnahme am 'Atriumtalk' der Stadtwerke Bochum" im November 2011 von der Hellen Medien Projekte GmbH 25.000 Euro Honorar.

Die Stadtwerke Bochum hatten allerdings in der "Bild" bestritten, dass das Geld als Honorar gezahlt worden sei. Schon bei den Anbahnungsgesprächen der beauftragten Agentur mit Steinbrück sei darauf aufmerksam gemacht worden, "dass kein Honorar gezahlt wird, sondern wir gerne bereit sind, einen Betrag von 25.000 Euro für eine von unserem Talkgast zu benennende Stiftung oder karitative Einrichtung zur Verfügung zu stellen", sagte ein Sprecher.

Die SPD hatte dem widersprochen. Es "war zu keinem Zeitpunkt von einer Spende die Rede, und zwar weder schriftlich noch mündlich", erklärte ein Parteisprecher. Die "SZ" durfte nun nach eigenen Angaben den gesamten Schriftwechsel zwischen der Agentur und Steinbrücks Büro einsehen. Darin sei tatsächlich an keiner Stelle von einer Spende die Rede, berichtete die Zeitung. Im Angebot der Medienagentur an Steinbrück heiße es ohne jede Einschränkung, er solle für seinen Auftritt "die Reisekosten und ein Honorar in Höhe von 25.000 Euro" erhalten.

Die Bochum Stadtwerke wollten am Freitag zu dem Vorgang nicht erneut Stellung nehmen. "Wir haben uns dazu geäußert", sagte eine Sprecherin auf AFP-Anfrage. "Weitere Auskünfte werden wir dazu derzeit nicht geben."

Autor: München/Bochum (AFP)

Das könnte Sie auch interessieren

Blaulicht

Bedrohungslage in Bamberg

30-Jähriger steigt in einen Bus und schreit 'Ihr werdet alle sterben! Alluah Akbar!'

Am Freitag, 24. März, gegen 12 Uhr, schrie ein 30-jähriger senegalesischer Asylbewerber am Busbahnhof in Bamberg vor Betreten eines Busses lautstark lebensgefährdende Drohungen ("Ihr werdet alle sterben! Alluah Akbar!") gegenüber Passanten. mehr ...

Suche

Studentin in Regensburg vermisst: Aufenthalt von Malina weiter unklar – über 70 Hinweise

Keine greifbaren Hinweise zum aktuellen Aufenthaltsort der gesuchten Studentin Malina Klaar gibt es für die Kriminalpolizei Regensburg auch am fünften Tag, nachdem die junge Frau am Sonntagmorgen, 19. März, verschwunden ist. mehr ...

mehr Bilder ansehen

Crash

Schwerer Unfall bei Langquaid: Zwei Autos prallen beim Überholen in ein Traktor-Gespann

Am Freitagnachmittag, 24. März, gegen 15.45 wurden die Feuerwehren aus Schierling und Langquaid sowie drei Rettunsgwagen, Notarzteinsatzfahrzeug und die PI Kelheim zu einem schweren Verkehrsunfall auf die Staatsstraße 2144 zwischen Schierling und Langquaid alarmiert. mehr ...

mehr Bilder ansehen

Vermisst

Suche in der Donau nach Malina eingestellt – Tauchgänge ohne Ergebnisse

Die Polizei hat die Suche in der Donau nach der vermissten Malina am Freitagnachmittag, 24. März, ergebnislos eingestellt. mehr ...

mehr Bilder ansehen
Bauer sucht Frau, Landrat Laumer

"Natürlich und sympathisch"

Landrat besucht das 'Bauer sucht Frau'-Traumpaar

Bei "Bauer sucht Frau" wurden Christian aus dem Landkreis Straubing-Bogen und Barbara zum Traumpaar – jetzt gab's Besuch von Landrat Josef Laumer. mehr ...

Der Himmel wird warten

Der Himmel wird warten

Zwei Mädchen geraten in die Fänge des Islamismus: Mélanie hat ein enges Verhältnis zu ihrer Mutter, bis sie eines Tages im Internet eine Bekanntschaft macht. Was als Romanze beginnt, endet mit dem Verschwinden Mélanies. Ihre Mutter befürchtet, dass sie in Syrien kämpft. Dann ist da die 17-jährige Sonia, die einen Anschlag geplant hat. Ihr Familienleben wird durch das Eingreifen einer Anti-Terror-Einheit zerstört. mehr ...