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11.11.2012

Miami (AFP)

Obama gewinnt auch in Florida

Amtsinhaber Barack Obama hat bei der US-Präsidentenwahl auch den stark umkämpften Bundesstaat Florida gewonnen. Sein Gesamtsieg bei der Präsidentschaftswahl fällt damit noch klarer aus: 332 Wahlmänner für Obama gegenüber 206 für Mitt Romney.
Foto: © 2012 AFP Obama gewinnt auch in Florida
Amtsinhaber Barack Obama hat bei der US-Präsidentenwahl auch den stark umkämpften Bundesstaat Florida gewonnen. Sein Gesamtsieg bei der Präsidentschaftswahl fällt damit noch klarer aus: 332 Wahlmänner für Obama gegenüber 206 für Mitt Romney.

Amtsinhaber Barack Obama hat bei der US-Präsidentenwahl auch den stark umkämpften Bundesstaat Florida gewonnen. Nach tagelanger Auszählung von mehr als acht Millionen abgegebenen Stimmen kam der Demokrat Obama nach Angaben der Wahlkommission auf 50 Prozent, auf seinen republikanischer Herausforderer Mitt Romney entfielen 49,1 Prozent. Der Abstand zwischen beiden Kandidaten machte demnach rund 74.000 Stimmen aus.

Mit dem Sieg im Sonnenschein-Bundesstaat, der sein Ergebnis als letzter mitteilte, kann Obama alle 29 Wahlmänner-Stimmen aus Florida für sich verbuchen. Sein bereits zuvor feststehender Gesamtsieg bei der Präsidentschaftswahl vom vergangenen Dienstag fällt damit noch klarer aus: 332 Wahlmänner für Obama gegenüber 206 für Romney.

Die nächsten Schritte bis zu Obamas zweitem Amtseid sind Formsache. Die Wahlmänner und -frauen kommen am 17. Dezember in den 50 Bundesstaaten und der Hauptstadt Washington zusammen und geben ihre Stimmen in versiegelten Umschlägen ab. Am 6. Januar werden die Stimmen in einer gemeinsamen Sitzung von Repräsentantenhaus und Senat ausgezählt. Am 20. Januar wird Obama in Washington vereidigt.

Floridas republikanischer Gouverneur Rick Scott sagte, diesmal habe es die höchste Wahlbeteiligung in der Geschichte des Bundesstaats gegeben. Die lange Auszählprozedur solle sich künftig aber nicht wiederholen. Schon vorher hatte die Verantwortliche für die Wahl in Florida, Christine White, die Verzögerung bei der Stimmenauszählung nicht auf "Unregelmäßigkeiten", sondern auf die hohe Wahlbeteiligung von 70 Prozent zurückgeführt.

Von der Nachrichtenagentur AFP befragte Wahlexperten kreideten das Chaos allerdings republikanischen Verantwortlichen an. Diese hätten Wahlbüros in demokratischen Hochburgen bewusst ungenügend mit Personal und Material bestückt und durch die Schaffung von Engpässen Stimmeneinbußen für das Lager der Demokraten herbeigeführt, sagte Lance deHaven-Smith von der Florida Staatsuniversität. Ähnlich äußerte sich der Historiker und Jurist Charles Zelden von der Nova Southeastern University.

Bei der umstrittenen US-Präsidentschaftswahl 2000 hatten die damaligen Kandidaten Al Gore von den Demokraten und George W. Bush von den Republikanern in Florida nur wenige Stimmen auseinandergelegen. Nach langem Hin und Her ging Bush als Sieger aus der Wahl hervor. Damals hatten fehlerhafte Lochkarten und veraltete Lesegeräte eine Neuauszählung der Stimmzettel in dem entscheidenden Swing State erforderlich gemacht. Zwar wurde seither einiges modernisiert, doch Experten halten das System nach wie vor für fehleranfällig.

Autor: Miami (AFP)