Wochenblatt
17.03.2012

Washington (AFP)

Mutmaßlicher Amokschütze aus Afghanistan in USA verlegt

Nach dem Massaker an 16 Dorfbewohnern in Afghanistan ist der mutmaßliche Schütze in die USA verlegt worden. Im US-Militärgefängnis Fort Leavenworth wurde er in einem Hochsicherheitstrakt untergebracht. Das Bild zeigt US-Soldaten, die nach dem Amoklauf ein Militärlager bewachen.
Foto: © 2012 AFP Mutmaßlicher Amokschütze aus Afghanistan in USA verlegt
Nach dem Massaker an 16 Dorfbewohnern in Afghanistan ist der mutmaßliche Schütze in die USA verlegt worden. Im US-Militärgefängnis Fort Leavenworth wurde er in einem Hochsicherheitstrakt untergebracht.

Nach dem Massaker an 16 Dorfbewohnern in Afghanistan ist der mutmaßliche Schütze in die USA verlegt worden. Der 38-jährige US-Unteroffizier traf am Freitag aus Kuwait im US-Militärgefängnis Fort Leavenworth im Bundesstaat Kansas ein, wie US-Medien berichteten. Dort wurde er in einem Hochsicherheitstrakt untergebracht.

Unterdessen wurden weitere Einzelheiten über den Verdächtigen bekannt. Medienberichten zufolge handelt es sich um den Feldwebel Robert Bales. Ein US-Regierungsvertreter, der nicht namentlich genannt werden wollte, bestätigte, dass die Angaben in den Berichten stimmen. Bales war vor seinem Afghanistan-Einsatz bereits dreimal im Irak stationiert gewesen. Nach weiteren Medienberichten war Bales bestürzt, als er nach seinen aufreibenden Irak-Einsätzen auch noch nach Afghanistan geschickt wurde.

Einem im Internet verfügbaren Bericht von einer offiziellen Armee-Webseite vom Februar 2009 zufolge war Bales an einem der blutigsten Kampfeinsätze im Irak beteiligt: im Januar 2007 im Süden des Landes gegen eine schiitisch-messianische Gruppe mit dem Namen Soldaten des Himmels. Während des 15-stündigen Einsatzes wurden demnach 250 feindliche Kämpfer getötet.

Sein Anwalt John Henry Browne sagte US-Medien, sein Mandant sei am Tag vor dem Amoklauf wütend über die schwere Verletzung eines Kameraden gewesen. Er sei jedoch Muslimen gegenüber nicht feindlich gesonnen. Die "New York Times" berichtete unter Berufung auf einen US-Vertreter, dass die Ermittler annehmen, dass der Schütze bei dem Amoklauf unter Alkoholeinfluss gestanden habe.

Bales soll am Sonntagmorgen seinen Stützpunkt in der südafghanischen Provinz Kandahar verlassen und insgesamt 16 Dorfbewohner ermordet haben, darunter zahlreiche Kinder und Frauen. Nach der Tat kehrte er in das Lager zurück, wo er sich widerstandslos festnehmen ließ. Die afghanische Regierung forderte, dem Soldaten müsse in Afghanistan der Prozess gemacht werden.

Autor: Washington (AFP)

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