Wochenblatt
18.06.2012

New York (AFP)

Morgan Stanley steuerte angeblich Facebook-Börsengang

Den missglückten Facebook-Börsengang hat einem Bericht des "Wall Street Journal" zufolge vor allem ein Banker der Großbank Morgan Stanley zu verantworten.
Foto: © 2012 AFP Der Facebook-Börsengang missglückte
Den missglückten Facebook-Börsengang hat einem Bericht des "Wall Street Journal" zufolge vor allem ein Banker der Großbank Morgan Stanley zu verantworten.

Den missglückten Facebook-Börsengang hat einem Bericht des "Wall Street Journal" zufolge vor allem ein Banker der Großbank Morgan Stanley zu verantworten. Michael Grimes, ein erfahrener Manager von Morgan Stanley im kalifornischen Silicon Valley, habe bei den Facebook-Verantwortlichen darauf bestanden, der "einzige Entscheider" beim Börsengang des sozialen Netzwerks zu sein, berichtete die Zeitung unter Berufung auf Beteiligte.

Grimes habe vor allem den Einfluss der anderen am Börsengang beteiligten Banken einschränken wollen - vor allem den der Konkurrenten Goldman Sachs und JPMorgan Chase, berichtete das Blatt. Morgan Stanley sollte so eine "ungewöhnlich große Kontrolle" über den Börsengang bekommen und damit den größten Teil der Gebühren einstreichen. Dem Bericht zufolge gelang es Grimes zusammen mit den Verantwortlichen von Facebook, die Wettbewerber von mehreren Treffen fernzuhalten. Sie hätten daher die Nachfrage nach den Aktien nicht richtig einschätzen können.

Der Börsengang von Facebook war eine der größten Neuemissionen aller Zeiten, das Unternehmen aus Kalifornien und seine Alteigentümer nahmen dabei rund 16 Milliarden Dollar ein. Für Anleger wurde die Facebook-Aktie aber zur Enttäuschung. Das soziale Netzwerk und die am Börsengang beteiligten Banken müssen sich gegen Sammelklagen von Investoren wehren, außerdem prüft die US-Börsenaufsicht die Umstände der Neuemission.

Als ein Grund für den Kurssturz der Aktie gilt, dass Facebook und die beteiligten Banken die Nachfrage offenbar überschätzten. Grimes und Morgan Stanley sollen dem Bericht zufolge darauf gedrungen haben, die Zahl und den Preis der Aktien noch zu erhöhen, und zwar gegen den Rat eines Managers von Goldman Sachs. Laut "Wall Street Journal" drückten Grimes und seine Bank zudem durch, dass 26 Prozent der Aktien an Privatanleger gingen. Normal seien 15 Prozent. So seien viele Kleinanleger an mehr Facebook-Papiere gekommen, als sie eigentlich wollten.

Autor: New York (AFP)

Das könnte Sie auch interessieren

Neu- unfall a92

Junger Fahrer wird schwer verletzt

Horror-Unfall auf A92: PS-Monster hebt ab und fliegt 100 Meter weit

Schwerer Unfall auf der A92! mehr ...

Westtangente Straubing

Daniela will persönlich danke sagen

Kreislaufkollaps an der Westtangente: Liebe Ersthelfer, bitte meldet Euch!

Am Mittwoch wurde Daniela an der Straubinger Westtangente von Unbekannten gerettet. Jetzt sucht die 37-Jährige nach den Ersthelfern, um ihnen persönlich zu danken. mehr ...

Westbad

Westbad

Bademeister stellt minderjährigen Flüchtling nach sexueller Beleidigung gegen 13-Jährige

Ein Bademeister hat im Westbad einen minderjährigen Flüchtling gestellt. Dieser soll eine 13-Jährige unsittlich berührt haben. Jetzt wird ermittelt. mehr ...

Exhibitionist

Die jungen Frauen rufen die Polizei

Lkw-Fahrer onaniert am Echinger See vor zwei weiblichen Badegästen

Wie viel seiner Kollegen musste ein 54-jähriger türkischer Berufskraftfahrer am Sonntag, 14. August, aufgrund des Sonntagsfahrverbotes eine Zwangspause einlegen. mehr ...

Brandursache unklar

Feuer in Sauna ausgebrochen

In einer Sauna brach ein Feuer aus und griff auf andere Gebäudeteile über mehr ...

mehr Bilder ansehen
Ben Hur 3D

Ben Hur 3D

Ben-Hur und Messala, wachsen zu jener Zeit, zu der auch Jesus Christus lebt, gemeinsam auf. Messala geht eines Tages nach Rom und kommt Jahre später als anderer Mensch zurück, hat nur noch Spott für Judah und dessen Religion übrig. Schon bald intrigiert er gegen seinen einstigen Freund und sorgt dafür, dass dessen Familie im Gefängnis landet und Judah auf ein Sklavenschiff gebracht wird. Ben-Hur rächt sich... mehr ...