Wochenblatt
07.08.2012

Wellington (AFP)

Megaupload-Gründer wirft Polizei brutale Behandlung vor

Der Gründer des Internet-Speicherdienstes Megaupload, Kim Schmitz, ist nach eigenen Angaben während der Razzia in seinem Haus in Neuseeland von Polizisten getreten und geschlagen worden. "Ich brüllte vor Schmerzen", berichtete er.
Foto: © 2012 AFP Megaupload-Gründer Schmitz
Der Gründer des Internet-Speicherdienstes Megaupload, Kim Schmitz, ist nach eigenen Angaben während der Razzia in seinem Haus in Neuseeland von Polizisten getreten und geschlagen worden. "Ich brüllte vor Schmerzen", berichtete er.

Der Gründer des Internet-Speicherdienstes Megaupload, Kim Schmitz, ist nach eigenen Angaben während der Razzia in seinem Haus in Neuseeland von Polizisten getreten und geschlagen worden. Die Beamten hätten ihn auf den Boden gezwungen, einer habe auf seiner Hand gestanden, ein zweiter auf seine Rippen gekniet, er habe Stiefeltritte gespürt und einen Fausthieb in seinem Gesicht, sagte der 38-jährige gebürtige Deutsche vor Gericht aus. "Ich brüllte vor Schmerzen", berichtete er weiter.

Auf die Frage, warum auf einem späteren Polizei-Foto keinerlei Gewaltspuren zu sehen seien, sagte er, die Aufnahme sei kurz nach seiner Festnahme gemacht worden. Die Blutergüsse und blauen Flecken seien aber erst am nächsten Tag zu sehen gewesen.

In dem derzeitigen Berufungsverfahren der Staatsanwaltschaft geht es darum, ob die Razzia im Haus des Megaupload-Gründers in Auckland illegal war oder nicht. Sollte das Gericht dem Urteil einer Richterin in erster Instanz folgen, wonach die Durchsuchung unangemessen war, wollen Schmitz' Anwälte durchsetzen, dass die beschlagnahmten Objekte und Computerdateien nicht als Beweise vor Gericht verwendet werden dürfen.

Kim Schmitz alias Kim Dotcom war bei der Razzia im Januar festgenommen und einen Monat später gegen Kaution auf freien Fuß gekommen. Sein 2005 gegründetes Internetportal wurde geschlossen. Megaupload bot seinen Nutzern an, Daten im Internet zu speichern und dort auch anderen zur Verfügung zu stellen. Dies ist nicht illegal, doch die Plattform wurde auch dazu genutzt, Raubkopien etwa von Musik, Filmen und Software zu verbreiten. Die US-Behörden werfen Schmitz Verletzung des Urheberschutzes sowie Betrug vor und fordern seine Auslieferung. Sollte er vor ein US-Gericht gestellt werden, drohen ihm bis zu 20 Jahre Haft.

Autor: Wellington (AFP)

Das könnte Sie auch interessieren

Hitze, Sommer, Thermometer, Sonne

Das kann ja heiter werden

Bis zu 40 Grad: Längste Hitzewelle seit 2003 im Anmarsch

Vergessen Sie die heißen Tage im Juli. In den nächsten Tagen und Wochen schlägt der Hitzehammer erst richtig zu. Alle Infos zum Sommer-Comeback. mehr ...

Feuer

Feld bei Harting brannte – Einsatzkräfte konnten Feuer schnell löschen

Am Sonntagnachmittag, 2. August, mussten mehrere Feuerwehren zu einem Flächenbrand bei Harting ausrücken. mehr ...

mehr Bilder ansehen
Blaulicht

Polizei bittet um Hinweise

Massenschlägerei nach Volksfest-Besuch – mindestens sieben Verletzte

Nach dem Besuch des Volksfests in Pfaffenberg kam es in der Ortsmitte zu einer Massenschlägerei! mehr ...

Christoph 15

Unfall bei Haibach

Harley-Fahrer nach Sturz schwer verletzt!

Schwerer Motorradunfall im Landkreis Straubing-Bogen! mehr ...

Schwerer Unfall auf der A93

Crash

Schwerer Unfall auf der A93: Auto wird auf der Leitplanke hochkatapultiert, ein Schwerverletzter

Am Sonntagabend, 2. August, hat sich auf der Autobahn A93 bei Rehau im Landkreis Hof ein schwerer Unfall ereignet. mehr ...

mehr Bilder ansehen
Pixels 3D

Pixels 3D

Die Welt damals in den Arcade Videospielhallen zu retten war für Sam Brenner, Will Cooper, Eddie Plant und Ludlow Lamonsoff kein Problem. Doch als Außerirdische die Übertragung alter Spiele als Kriegserklärung missverstehen und sie als Vorlage für ihre Attacken gebrauchen, müssen die alten Freunde wieder einmal ihr Geschick im Kampf gegen PAC-MAN, Donkey Kong und Co. unter Beweis stellen. Violet Van Patten sorgt für die geeignete Ausrüstung. mehr ...