Wochenblatt
30.09.2012

Berlin (AFP)

Marathon in Berlin: Kenianer Mutai verpasst Weltrekord

Favorit Geoffrey Mutai (l.) hat den Berlin-Marathon gewonnen - einen neuen Weltrekord aber verpasst. Der Kenianer siegte auf den 42,195 km zwar in neuer Jahresweltbestzeit (2:04:15 Stunden), blieb damit aber über der Bestmarke von Landsmann Patrick Makau (2:03:38), die dieser im vergangenen Jahr in Berlin aufgestellt hatte. Der 30 Jahre alte Mutai gewann vor seinen Landsleuten Dennis Kimetto (r.)
Foto: © 2012 AFP Marathon in Berlin: Kenianer Mutai verpasst Weltrekord
Favorit Geoffrey Mutai hat den 39. Berlin-Marathon gewonnen - einen neuen Weltrekord aber verpasst. Ein Glanzlicht aus deutscher Sicht setzte der frühere 10.000-m-Europameister Jan Fitschen. Er stellte eine persönliche Bestzeit auf.

Favorit Geoffrey Mutai hat den 39. Berlin-Marathon gewonnen - einen neuen Weltrekord aber verpasst. Der Kenianer siegte auf den 42,195 Kilometern zwar in neuer Jahresweltbestzeit (2:04:15 Stunden), blieb damit aber über der Bestmarke von Landsmann Patrick Makau (2:03:38), die dieser im vergangenen Jahr in Berlin aufgestellt hatte. Ein Glanzlicht aus deutscher Sicht setzte der frühere 10.000-Meter-Europameister Jan Fitschen.

"Natürlich war der Weltrekord heute möglich. Doch wir waren an einigen Stellen zu langsam. Ich hatte Probleme mit meinem Bein, deshalb hat es nicht ganz geklappt", sagte Mutai, der sich am Ende über eine Siegprämie von 70.000 Euro freuen durfte.

Vor über einer Million begeisterten Menschen an der Strecke belegte Mutais Trainingskollege und Landsmann Dennis Kimetto (2:04:15) Platz zwei. Dritter wurde Geoffrey Kipsang (2:06:12). Die Plätze eins bis neun gingen an Läufer aus Kenia. Bei den Frauen triumphierte die Äthiopierin Aberu Kebede (2:20:30) vor Landsfrau Tirfi Tsegaye (2:21:19).

Fitschen stellte als bester deutscher Läufer in 2:13:10 eine persönliche Bestzeit auf und verbesserte die deutsche Weltjahrsesbestleistung. Am Ende landete der 35-jährige Wattenscheider auf Rang 14.

Bei Kilometer 25 erlaubte sich Fitschen sogar einen kurzen Toiletten-Stop. "Ich hatte heute morgen zu viel gefuttert, deshalb musste ich eine kleine Pause einlegen. Schade, das hat mich 20 Sekunden gekostet", sagte Fitschen, der dennoch nach seinem ersten Berlin-Marathon strahlte: "Ich bin einfach nur glücklich. Endllich hat es mal geklappt. Eine Superzeit."

Bei den Frauen setzte Anna Hahner ihren Aufwärtstrend fort. Die Newcomerin, die die Olympia-Qualifikation nur knapp verpasst hatte, kam als beste Deutsche auf Rang acht ins Ziel. "Ich bin zufrieden, weil ich alles gegeben habe", sagte Hahner. Weltrekordhalterin Paula Radcliffe aus Großbritannien (2:15:25) und auch die Vorjahreszweite Irina Mikitenko waren nicht am Start.

Top-Favorit Mutai hatte schon frühzeitig den Weltrekord aus dem Blick verloren. Bereits bei Kilometer fünf (15:00 Minuten) und zehn (29:41) lag der New-York-Sieger von 2011 klar über den Marken von Vorjahressieger Makau (14:37 Minuten und 29:17). Auch ein tolles Finish verhalf dem 30-Jährigen Familienvater aus der kenianischen Hochebene nicht mehr zum Weltrekord.

Pünktlich um 09.00 Uhr hatte Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit den Start auf der Straße am 17. Juni für die insgesamt 40.000 Teilnehmer freigegeben. Im Tiergarten mit am Start waren auch Diskus-Olympiasieger Robert Harting, Schauspieler Til Schweiger und Comedian Didi Hallervorden.

Autor: Berlin (AFP)

Das könnte Sie auch interessieren

Unfall

Crash auf der A93: Drei Verletzte – Rettungsgasse vorbildlich

Am Freitag, 29. Juli, haben in Bayern die Sommerferien begonnen, der dichte Urlaubsverkehr zeigte auf der A93 seine ersten Folgen. mehr ...

mehr Bilder ansehen
Hallenbad

Ob zeigt Entwurf auf Facebook

So könnte das neue Straubinger Hallenbad aussehen

Das Straubinger Hallenbad soll im kommenden Jahr generalsaniert und erweitert werden werden. mehr ...

Lebensretter in Uniform: die Landshuter Polizisten Tobias Meier (li.) und Martin Krinninger.

Erfolgreiche Herz-Druck-Massage: 40-Jährige überlebt

Zwei Polizisten und Helene Fischer retten Frau vor dem sicheren Tod!

Martin Krinninger und Tobias Meier strahlen immer noch, wenn sie an den vorletzten Samstag zurückdenken. Die beiden Polizisten wurden nämlich in den frühen Morgenstunden urplötzlich zu Lebensrettern! mehr ...

Schwerer Unfall in Töging

Motorrad prallt gegen Traktor

Der Motorradfahrer wurde schwer verletzt mehr ...

mehr Bilder ansehen
Neuzugänge bei der Polizeiinspektion Passau

14 Frauen und Männer treten zum 1. September an:

Neuzugänge bei der Polizeiinspektion Passau

Die PI Passau bekommt neue Gesichter: mehr ...

Zeit für Legenden

Zeit für Legenden

1934 wird der schwarze Athlet Jesse Owens von seinem Coach Larry Snyder für die olympischen Spiele in Berlin trainiert. Aus sportlicher Sicht kann Jesse nicht klagen, jedoch wird er mehrfach wegen seiner Hautfarbe attackiert. Zwei Jahre später ist er fit für Olympia, als er herausfindet, dass die Spiele für die Propaganda der Nazis genutzt werden sollen, nimmt er nach kurzem Zögern doch Teil und triumphiert nicht nur in sportlicher Hinsicht. mehr ...