Wochenblatt
03.08.2012

London (AFP)

Männer-Doppelvierer holt fünftes Gold für Deutschland

Der Abschluss der olympischen Schwimmwettbewerbe am Samstag findet mit deutscher Beteiligung statt. Die 4x100-m-Lagenstaffel der Männer zog in der Besetzung Helge Meeuw (Magdeburg), Christian vom Lehn (Wuppertal), Steffen Deibler (Hamburg) und Marco di Carli (Frankfurt) in 3:34,28 Minuten auf Rang sechs ins Finale ein. Das Quartett war damit 13 Hundertstel schneller als beim EM-Silber in Debrecen im Mai. Die beste Zeit beider Vorläufe erzielte Weltmeister und Titelverteidiger USA in 3:32,65.
Foto: © 2012 AFP Meeuw (unten) bei 4x100 m Lagen
Der Männer-Doppelvierer hat dem deutschen Team die fünfte Goldmedaille bei den Olympischen Spielen in London beschert. Karl Schulze, Philipp Wende, Lauritz Schoof und Tim Grohmann siegten nach einer eindrucksvollen Leistung mit einer Länge Vorsprung.

Der Männer-Doppelvierer hat dem deutschen Team die fünfte Goldmedaille bei den Olympischen Spielen in London beschert. Karl Schulze, Philipp Wende, Lauritz Schoof und Tim Grohmann siegten nach einer eindrucksvollen Leistung bei der olympischen Ruder-Regatta auf dem Dorney Lake mit einer Länge Vorsprung auf den WM-Dritten Kroatien. Bronze ging an Weltmeister Australien. Die 4x100-m-Lagenstaffel der Männer erreichte unterdessen das Finale. Die deutschen Säbelfechter um den Weltranglistenersten Nicolas Limbach schieden dagegen im Teamwettbewerb aus.

Für den Deutschen Ruderverband (DRV) ist es nach dem Gold für den Deutschland-Achter und dem Silber für den Frauen-Doppelvierer die dritte Medaille in London. Vor vier Jahren in Peking hatte der erfolgsverwöhnte DRV mit einer Silber- und einer Bronzemedaille das schlechteste Ergebnis seit 52 Jahren eingefahren.

Für den Doppelvierer war die mitreißende Goldfahrt auch Wiedergutmachung für die WM-Vorstellung im vergangenen Jahr im slowenischen Bled. In Führung liegend blieb Schoof damals mit dem Ruderblatt wenige Meter vor dem Ziel im Wasser hängen, sodass Australien am schlingernden deutschen Boot noch vorbeizog und mit einem Vorsprung von 21 Hundertstelsekunden den WM-Titel gewann. Bei den deutschen Ruderern flossen nach WM-Silber damals bittere Tränen der Enttäuschung.

Bei ungünstigen äußeren Bedingungen mit Wind und Regen setzte sich das deutsche Boot direkt an die Spitze und kontrollierte das Rennen. Die Kroaten starteten zwar immer wieder Angriffe, doch sie kamen ab der Hälfte der Strecke nie mehr in Schlagdistanz. Mit kraftvollen Schlägen und sauberer Technik fuhr der deutsche Doppelvierer dem Ziel vor den 25.000 Zuschauern entgegen.

Der Abschluss der olympischen Schwimmwettbewerbe am Samstag findet mit deutscher Beteiligung statt. Die 4x100-m-Lagenstaffel der Männer zog in der Besetzung Helge Meeuw, Christian vom Lehn, Steffen Deibler und Marco di Carli in 3:34,28 Minuten auf Rang sechs ins Finale ein. Das Quartett war damit 13 Hundertstel schneller als beim EM-Silber in Debrecen im Mai. Die beste Zeit beider Vorläufe erzielte Weltmeister und Titelverteidiger USA in 3:32,65.

Die deutschen Säbelfechter sind im Teamwettbewerb gescheitert. Limbach, Max Hartung, Benedikt Wagner und Björn Hübner verloren im Viertelfinale gegen Südkorea 38:45. Zuletzt hatte es in Sydney 2000 mit Bronze die letzte deutsche Medaille in diesem Wettbewerb gegeben. In der Einzelentscheidung waren Limbach und Hartung im Viertelfinale ausgeschieden.

Autor: London (AFP)

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