05.07.2012

Montréal (AFP)

Fall Magnotta: Letztes Leichenteil in Kanada gefunden

Im Fall des in Montréal brutal ermordeten chinesischen Studenten hat die Polizei das letzte Leichenteil gefunden. Bei den in einem Park in der kanadischen Stadt entdeckten Leichenteilen handele es sich um den Kopf des Opfers, sagte ein Polizeisprecher.
Foto: © 2012 AFP Polizeigebäude in Montréal
Im Fall des in Montréal brutal ermordeten chinesischen Studenten hat die Polizei das letzte Leichenteil gefunden. Bei den in einem Park in der kanadischen Stadt entdeckten Leichenteilen handelt es sich um den Kopf des Opfers.

Im Fall des in Montréal brutal ermordeten chinesischen Studenten hat die Polizei das letzte Leichenteil gefunden. Bei den in einem Park in der kanadischen Stadt entdeckten Leichenteilen handele es sich um den Kopf des Opfers, sagte ein Polizeisprecher der Nachrichtenagentur AFP nach Abschluss forensischer Untersuchungen. Keine Angaben wollte er dazu machen, welche Hinweise die Ermittler zu dem kleinen See in dem Park führten, wo die Leichenteile am Sonntag gefunden worden waren.

Der Kopf des ermordeten Chinesen habe "einige Zeit" in dem Park gelegen, sagte eine weitere Polizeisprecherin. Angesichts des laufenden Strafverfahrens und aus Rücksicht auf die Angehörigen wollte sie jedoch keine näheren Angaben machen. Wichtig sei, dass die Ermittlungen mit dem Fund des letzten Leichenteils nun fortgesetzt werden könnten.

Der 29-jährige Luka Rocco Magnotta wird verdächtigt, den Chinesen Ende Mai in Montréal mit einem Eispickel getötet und die Leiche zerstückelt zu haben. Mehrere Leichenteile des Opfers soll der kanadische Pornodarsteller und Prostituierte an politische Parteien in Ottawa sowie zwei Schulen in Vancouver geschickt haben. Zudem soll er die Tat gefilmt und das Video ins Internet gestellt haben. Der Torso des Toten wurde in einem Koffer in einer Straße von Montréal nahe dem Wohnort Magnottas gefunden.

Magnotta befand sich zunächst auf der Flucht, wurde schließlich aber in Berlin gefasst und von Deutschland an Kanada ausgeliefert. Er plädierte auf nicht schuldig.

Autor: Montréal (AFP)

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